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Chinesischer Konzern Norinco kämpft um Kongo-Minen

Staatlicher Widerstand und geopolitische Spannungen blockieren milliardenschweren Übernahme-Deal

Chinesischer Konzern Norinco kämpft um Kongo-Minen

China North Industries Corp (Norinco) hat sein Angebot zur Übernahme der Kupfer- und Kobaltvorkommen von Chemaf SA in der Demokratischen Republik Kongo angepasst. Das chinesische Unternehmen bietet an, den staatlichen Anteil an den Minen Mutoshi und Etoile von derzeit fünf auf bis zu 15 Prozent zu erhöhen, ohne dass für die kongolesische Regierung zusätzliche Kosten entstehen. Damit soll die Genehmigung für das Geschäft erleichtert werden. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen erklärten, dass Chemaf das überarbeitete Angebot bereits im vergangenen Monat im Namen von Norinco an die kongolesische Regierung übermittelt habe. Die Verhandlungen hierzu laufen noch.

Norincos ursprüngliches Angebot in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar für die Vermögenswerte von Chemaf wurde im Juni 2024 vorgelegt, befindet sich aber weiterhin in einer Blockade. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der staatliche Bergbaukonzern Gecamines ein eigenes, nicht angefordertes Gebot für die Minen eingereicht hat. Der Konflikt wird zusätzlich durch politischen Druck aus den USA beeinflusst, die gegen Chinas wachsenden Einfluss im rohstoffreichen zentralafrikanischen Kupfergürtel vorgehen. Norinco hat jedoch signalisiert, dass es hinsichtlich der künftigen Eigentümerstruktur der Minen flexibel sei, solange das Unternehmen die Mehrheitsbeteiligung behalte.

Norinco hat zudem angeboten, der Demokratischen Republik Kongo einen Anteil an der produzierten Metallmenge entsprechend ihrer Beteiligung zu überlassen. Die Regierung hätte dadurch die Möglichkeit, diese Mengen eigenständig zu verkaufen. Dieses Modell ähnelt der bestehenden Vereinbarung zwischen Gecamines und dem chinesischen Unternehmen CMOC. Zusätzlich zu den 900 Millionen US-Dollar für die Übernahme und Schuldentilgung hat Norinco zugesagt, weitere 500 Millionen US-Dollar in den Ausbau der Minen Mutoshi und Etoile zu investieren. Die Minen Comica und Lamikal, die sich bereits im Besitz von Norinco befinden, sind von diesem Angebot nicht betroffen.

Gecamines spielt eine entscheidende Rolle in der Angelegenheit, da es über die Minenpacht für Mutoshi verfügt und dem Verkauf zustimmen muss. Der Vorstandsvorsitzende Robert Lukama erklärte im November, dass Gecamines ein eigenes Angebot von rund einer Million US-Dollar unterbreitet habe und er kein Geschäft mit Norinco genehmigen werde. In einem Schreiben an Gecamines warf Chemaf dem staatlichen Unternehmen vor, den Verkaufsprozess absichtlich zu verzögern, während es selbst kein wettbewerbsfähiges Gebot vorlege. Zudem habe Gecamines bisher keine Finanzierungsquelle für eine eigene Übernahme und Entwicklung der Minen nachgewiesen.

Die Gläubiger von Chemaf, darunter Trafigura, First Bank sowie die Trade & Development Bank, warten seit 18 Monaten auf Rückzahlungen und drängen auf einen Abschluss des Verkaufs. Laut dem Schreiben von Chemaf würde Norincos Angebot rund 920 Millionen US-Dollar sofort zur Verfügung stellen, um Verbindlichkeiten zu begleichen. Weder Trafigura noch Gecamines äußerten sich zu den aktuellen Entwicklungen. Auch Kongos Bergbauminister Kizito Pakabomba lehnte eine Stellungnahme ab. Anfang Februar erklärte er jedoch, dass die Regierung daran arbeite, die Übernahme abzuschließen.

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