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Chinesischer Yuan stark wie seit 33 Monaten nicht – BofA senkt USD/CNY-Prognose

Bank of America revidiert Prognosen nach robustem Fixing bei 6,9533 pro Dollar

Chinesischer Yuan stark wie seit 33 Monaten nicht – BofA senkt USD/CNY-Prognose

Der chinesische Yuan zeigt sich so stark wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Die People's Bank of China (PBoC) setzte den Yuan-Mittelkurs am Dienstag bei 6,9533 pro US-Dollar fest – 75 Pips stärker als am Vortag und damit der festeste Stand seit 33 Monaten. Die Marke von 6,96 wurde dabei klar durchbrochen.

Die Bank of America Securities reagiert auf diese Entwicklung mit einer deutlichen Anpassung ihrer Prognosen. "Die jüngste Aufwärtsdynamik des CNY – gestützt durch robuste Exporte und klarere politische Signale – veranlasst uns, die USD/CNY-Prognosen für Ende des dritten und vierten Quartals von 6,8 auf 6,7 zu revidieren", erklärten die Analysten in einer Notiz vom 4. Februar. Diese Revision bedeutet eine Aufwertung des Yuan um weitere 1,5 Prozent gegenüber der bisherigen Einschätzung.

Die US-Bank sieht in der Yuan-Stärke einen wichtigen Treiber für den gesamten Devisenmarkt. Zunehmend zeigten sich Signale, dass die bilaterale Aufwertung auf eine breitere handelsgewichtete Basis übergreife – sowohl beim CFETS-Korb der PBoC als auch bei Schwellenländer-Währungen insgesamt. Die Dollarschwäche verstärke nun die Stärke der EM-Währungen, während bilaterale und handelsgewichtete CNY-Kennzahlen zunehmend übereinstimmten.

Exportverschiebung belastet Europa

Hohe US-Zölle haben China veranlasst, Exporte verstärkt nach Europa umzuleiten. Diese Verschiebung zeigt sich deutlich im sich ausweitenden Handelsdefizit der Europäischen Union mit China, das sich nun Extremwerten aus der Covid-Ära annähert. Anders als während der Pandemie hat sich dieses wachsende Defizit jedoch nicht in einer EUR/CNY-Schwäche niedergeschlagen. Stattdessen befindet sich der EUR/CNY auf einem Zehnjahreshoch, was den Druck auf europäische Exporteure verstärkt und erneute Forderungen nach einer CNY-Aufwertung auslöst.

"Die Exportdynamik von China nach Europa dürfte kurzfristig anhalten, auch wenn EU-Prüfungen und Antidumping-Maßnahmen mittelfristig Gegenwind darstellen", erklärte die BofA. Wenn diese Reibungen zunähmen, könne der EUR/CNY beginnen, Abwärtsdruck zu erfahren.

Xi Jinping fordert "mächtige Währung"

Das wichtigste Signal für eine weitere CNY-Aufwertung kommt von höchster politischer Ebene. Präsident Xi Jinping forderte am Wochenende den Aufbau einer "mächtigen Währung", die "im internationalen Handel, bei Investitionen und auf den Devisenmärkten weit verbreitet ist und den Status einer Reservewährung erlangt". Diese Äußerung reiht sich ein in Xis Ankündigung aus dem Jahr 2020, wonach China bis 2025 den Standard eines Landes mit hohem Einkommen erreichen und bis 2035 die gesamte Wirtschaftsleistung oder das Pro-Kopf-Einkommen verdoppeln solle.

Allerdings warnt die Bank of America auch vor Risiken. Ein zu schneller Aufstieg zur Reservewährung könnte eine erhebliche Überbewertung des CNY und Risiken für die Finanzstabilität mit sich bringen. Die Balance zwischen politischem Willen und wirtschaftlicher Stabilität bleibt damit eine zentrale Herausforderung für Chinas Währungspolitik.

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