ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Citadel Securities: Fed könnte im September die Zinsen erhöhen

Citadel Securities sieht wachsende Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinserhöhung im September – wegen hartnäckiger, breiter Inflation.

Citadel Securities: Fed könnte im September die Zinsen erhöhen

Citadel Securities warnt vor einer deutlichen Verschärfung der US-Geldpolitik. Das Unternehmen erklärte, die Wahrscheinlichkeit nehme zu, dass die Federal Reserve bereits im September mit Zinserhöhungen beginnen werde. Grund dafür sei eine zunehmend breiter abgestützte und hartnäckigere Inflation in den USA.

Frank Flight, Leiter der Makrostrategie bei Citadel Securities, legte diese Einschätzung in einer Mitteilung an Kunden dar. Er nennt mehrere Faktoren, die den Preisdruck aufrechterhalten: lockere Finanzierungsbedingungen, anhaltende Störungen in den Lieferketten, ein erstarkender Arbeitsmarkt sowie verstärkte Investitionen in künstliche Intelligenz. Diese Kräfte wirkten zusammen und machten eine geldpolitische Wende schwieriger.

Bemerkenswert ist, dass die Ölpreise zuletzt nachgaben, nachdem die USA und der Iran ein vorläufiges Friedensabkommen zur Beendigung ihres Konflikts angekündigt hatten. Doch laut Flight habe sich der Inflationsdruck während des Krieges bereits verfestigt – eine Entspannung beim Öl allein reiche daher nicht aus, um den Preisauftrieb zu stoppen.

Fed-Chef Warsh im Fokus

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, der bei seiner ersten geldpolitischen Sitzung am Mittwoch eine restriktivere, sogenannte „hawkishe" Haltung einnehmen könnte. Flight sieht die Risiken für Zinserhöhungen im September, Dezember und sogar im März 2027 wachsen. Diese Einschätzung ist deutlich aggressiver als die aktuelle Markterwartung: Zinsswaps signalisieren derzeit lediglich eine Chance von etwa eins zu drei für eine Zinserhöhung im September.

„Die Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die Geldpolitik in eine eindeutig restriktive Richtung bewegen sollte, und wir glauben, dass Warsh sich eher für die Wahrung der Inflationsglaubwürdigkeit entscheiden wird, anstatt die taubenhaften Erwartungen des Marktes zu bestätigen", schrieb Flight in seiner Analyse.

Konkrete Hinweise auf steigenden Inflationsdruck zeigen sich laut Flight bereits am Arbeitsmarkt. Das Lohnwachstum beschleunige sich in zyklischen Branchen am schnellsten. Zudem steige ein wachsender Anteil der Komponenten des Verbraucherpreisindex mit einer annualisierten Rate von über 3 Prozent – ein klares Signal für eine sich verbreiternde Inflation.

Sitzung am Mittwoch als Weichenstellung

Bei der Fed-Sitzung am Mittwoch wird allgemein erwartet, dass die Notenbank jegliche Lockerungstendenz aufgibt und signalisiert, dass es in diesem Jahr keine Zinssenkungen geben wird. Flight erwartet darüber hinaus, dass die Währungshüter restriktivere Prognosen veröffentlichen werden, die künftige Zinserhöhungen stützen würden.

Mindestens fünf Ratsmitglieder könnten Zinserhöhungen signalisieren, zusammen mit Projektionen für eine Kerninflation von über 3 Prozent im Jahr 2026 und einer etwas niedrigeren Arbeitslosenquote. Solche Prognosen würden laut Flight auf einen optimalen geldpolitischen Pfad von etwa 75 Basispunkten Straffung in diesem Jahr hindeuten – basierend auf einem Taylor-Regel-Modell, das die Zinspolitik mit Inflation und Arbeitslosenquote verknüpft.

Als möglichen Zeitplan skizziert Flight, dass die Fed bereits im Juli zu einer Straffungstendenz übergehen und damit die Grundlage für eine Erhöhung im September schaffen könnte. Für deutsche Anleger ist diese Entwicklung relevant, da steigende US-Zinsen den Dollar stärken, internationale Kapitalflüsse beeinflussen und Druck auf globale Aktienmärkte ausüben können.

Citadel SecuritiesFederal ReserveZinserhöhung SeptemberUs-GeldpolitikInflation UsaFed ZinsenKevin Warsh

Disclaimer