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Citi: EUR/GBP fällt nach technischem Durchbruch unter 0,86

Die Citibank sieht das Währungspaar EUR/GBP in einer bärischen Bewegung – mit möglichem Kursziel im Bereich 0,8450 bis 0,85.

Citi: EUR/GBP fällt nach technischem Durchbruch unter 0,86

Der EUR/GBP-Wechselkurs ist laut Citibank unter die wichtige Marke von 0,86 gefallen. Die Bank bewertet diese Bewegung als bärisch und sieht weiteres Abwärtspotenzial für das Währungspaar. Damit rückt ein Kursziel im Bereich von 0,8450 bis 0,85 in den Fokus.

Citi hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass ausländische Käufe von Gilts – also britischen Staatsanleihen – das Währungspaar in diese Richtung drücken könnten. Dies gilt laut der Bank selbst dann, wenn die britischen Fundamentaldaten schwach bleiben. Der Rückgang des Paares erfolgt somit weniger aufgrund wirtschaftlicher Stärke des Pfunds, sondern vielmehr durch technische und kapitalflussbezogene Faktoren.

Gilt-Flüsse als entscheidender Treiber

Die sogenannten „Real Money"-Flüsse von Citi, die als Indikator für Netto-Auslandskäufe britischer Staatsanleihen dienen, haben bisher jedoch keine anhaltenden GBP-Käufe gezeigt. Das bedeutet, dass der technische Durchbruch unter 0,86 bislang nicht durch substanzielle Kapitalzuflüsse in den Gilt-Markt untermauert wird. Dennoch sieht Citi darin eine Grundlage für einen taktischen Trade – auch ohne Rückendeckung durch die relativen Zinssätze.

Die Bank beobachtet die ausländischen Investitionsflüsse in britische Staatsanleihen weiterhin als primären Treiber für die Richtung des EUR/GBP-Kurses. Gilt-Käufe durch internationale Investoren stärken typischerweise das britische Pfund, da für den Erwerb dieser Anleihen zunächst GBP beschafft werden muss. Bleibt diese Nachfrage aus, fehlt dem Pfund ein wesentlicher Unterstützungsfaktor.

Technischer Ausbruch mit taktischer Relevanz

Citi hatte zudem das Risiko identifiziert, dass sich der normalisierte Skew – also die Schieflage der Optionspreise – zugunsten von EUR/GBP-Puts verschieben könnte. Puts auf EUR/GBP profitieren von einem fallenden Kurs des Paares, was auf eine wachsende Markterwartung weiterer Kursverluste hindeutet. Die Bank deutet an, dass diese Bewegung noch weiteren Spielraum haben könnte, falls der Spot-Kurs weiter fällt.

Das Erreichen des technischen Schlüsselniveaus erfolgte laut Citi im Vorfeld potenzieller Marktkatalysatoren. Welche konkreten Ereignisse damit gemeint sind, ließ die Bank offen. Der technische Ausbruch unter 0,86 gilt jedoch als bedeutsames Signal für die kurzfristige Kursentwicklung des Paares.

Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien ist die EUR/GBP-Entwicklung von direkter Relevanz. Ein schwächerer Euro gegenüber dem Pfund verteuert britische Importe und beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit im gegenseitigen Handel. Die weitere Entwicklung der Gilt-Nachfrage durch ausländische Investoren dürfte dabei ein zentraler Beobachtungspunkt bleiben.

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