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Citi hebt Brent-Preisprognose für Q3 2026 auf 80 Dollar an

Langwierige US-Iran-Verhandlungen zwingen Citi zur Revision – Brent-Futures steigen bereits auf über 81 Dollar.

Citi hebt Brent-Preisprognose für Q3 2026 auf 80 Dollar an

Die US-Großbank Citi hat ihre Preisprognose für die Ölsorte Brent im dritten Quartal 2026 nach oben korrigiert. Statt der bisher erwarteten 75 Dollar pro Barrel rechnet die Bank nun mit einem Durchschnittspreis von 80 Dollar. Als Grund nennt Citi das schleppende Vorankommen der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Trotz der Anhebung für das dritte Quartal hält Citi an ihren übrigen Prognosen fest. Für das vierte Quartal 2026 erwartet die Bank weiterhin einen durchschnittlichen Brent-Preis von 70 Dollar pro Barrel. Für das Gesamtjahr 2027 bleibt die Prognose bei 65 Dollar pro Barrel unverändert. Citi betonte dabei, dass sie grundsätzlich weiterhin eine Beilegung des US-Iran-Konflikts erwartet.

Ölpreise reagieren auf Arbeitsmarktdaten und Geopolitik

Die Ölpreise legten am Freitag spürbar zu. Brent-Rohöl-Futures notierten um 15:57 Uhr GMT bei 81,79 Dollar pro Barrel – ein Plus von 1,18 Dollar oder 1,4 Prozent. Auch die US-amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,03 Dollar oder 1,33 Prozent auf 78,32 Dollar pro Barrel.

Für den Preisanstieg waren zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen sorgten von der US-Bundesregierung gemeldete Arbeitsplatzverluste für Bewegung an den Märkten. Zum anderen belasteten Sorgen über den Fortgang der Gespräche zwischen iranischen und US-amerikanischen Unterhändlern die Stimmung. Die Verhandlungen zielen darauf ab, die seit fünf Monaten andauernden Kämpfe zu beenden.

Goldman Sachs sieht Brent zwischen 80 und 90 Dollar

Auch Goldman Sachs hatte sich zu Beginn der Woche zur Lage geäußert. Die US-Investmentbank erwartet, dass Brent in einer Spanne von 80 bis 90 Dollar pro Barrel verbleiben wird. Diese Einschätzung gilt so lange, bis entweder ein neues Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran offiziell bestätigt wird oder es zu einer signifikanten Eskalation der militärischen Angriffe kommt.

Die Entwicklungen verdeutlichen, wie stark der globale Ölmarkt derzeit von geopolitischen Faktoren abhängt. Für deutsche Anleger und Verbraucher sind die Ölpreisbewegungen von besonderer Bedeutung, da sie sich direkt auf Energiekosten, Kraftstoffpreise und die Inflation auswirken. Die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt bleibt damit ein zentraler Treiber für die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten.

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