Codelco beantragt Neustart von El Teniente
Nach Grubenunglück mit sechs Toten läuft nur noch Wartung der Anlagen

Nach einem tödlichen Grubenunglück mit sechs Todesopfern hat der chilenische Kupferkonzern Codelco bei der nationalen Bergbauaufsicht Sernageomin die Genehmigung zur Wiederaufnahme eines Teils der Arbeiten in seiner Vorzeigemine El Teniente beantragt. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten, dass der Antrag kurz nach dem Vorfall gestellt wurde, der sich in der vergangenen Woche ereignet hatte. Die Mine El Teniente ist die größte unterirdische Kupfermine der Welt und förderte im vergangenen Jahr mehr als 300.000 Tonnen des Metalls.
Codelco hatte den Betrieb in der Mine am Donnerstagabend vollständig eingestellt. Infolge des Unglücks verhängte die Aufsichtsbehörde Sernageomin eine formelle Betriebsaussetzung und forderte das staatliche Unternehmen auf, vier Berichte zur Ursache und zu den Auswirkungen des Unfalls vorzulegen. Erst auf Grundlage dieser Dokumente könne über eine mögliche Wiederaufnahme der Aktivitäten entschieden werden.
Wie Codelco am Mittwochabend mitteilte, wurden drei Anfragen der Bergbaubehörde sowie der chilenischen Arbeitsaufsichtsbehörde mittlerweile beantwortet. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen derzeit an Reinigungs- und Instandhaltungsmaßnahmen in den Aufbereitungs- und Schmelzanlagen von El Teniente. Laut Unternehmensangaben werden im Bereich der Anodenschmelzöfen alle zwei Stunden Wartungsarbeiten durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit der Ausrüstung aufrechtzuerhalten.
Ein weiterer mit den Betriebsabläufen vertrauter Informant erklärte, dass die Umstellung auf Wartungsarbeiten in erster Linie auf den derzeit fehlenden Kupfernachschub zurückzuführen sei. Unmittelbar nach dem Unglück hatte Codelco zwar die untertägigen Förderarbeiten gestoppt, die Verarbeitung und das Schmelzen des bereits vorhandenen Kupfers jedoch vorübergehend fortgesetzt.
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Zur AktienanalyseDie laufenden Maßnahmen dienen laut Unternehmen der Vorbereitung auf eine mögliche Wiederaufnahme des Betriebs, deren Zeitpunkt jedoch weiterhin unklar ist. Der Fortgang hängt maßgeblich von den Prüfungen der Bergbaubehörde ab, die ihre Entscheidung auf Basis der eingereichten Berichte treffen will. Die genauen Umstände des Unglücks sind weiterhin Gegenstand der Untersuchung.


