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Codelco ersetzt Leitung der Mine El Teniente

Nach tödlichem Einsturz übernimmt Betriebsleiter Sougarret die Führung und startet Produktion schrittweise

Codelco ersetzt Leitung der Mine El Teniente

Der chilenische Staatskonzern Codelco hat den Generaldirektor seiner Mine El Teniente ausgetauscht, nachdem bei einem kürzlichen Einsturz sechs Arbeiter ums Leben gekommen waren. Das Unternehmen teilte mit, dass sich Andrés Music und die Unternehmensführung einvernehmlich auf das Ende seiner Tätigkeit geeinigt hätten. Die Leitung übernimmt vorübergehend Claudio Sougarret, der bisherige Betriebsleiter der Mine. Der Wechsel an der Spitze erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Produktion schrittweise wieder aufgenommen wird.

Am vergangenen Wochenende hatte Codelco nach einer mehrtägigen Unterbrechung mit einem teilweisen Neustart des unterirdischen Bergbaus begonnen. Der Einsturz, der sich am 31. August ereignet hatte, führte zu einem sofortigen Stopp dieser Arbeiten. Die Sicherheitslage und der Wiederanlauf der Produktion stehen seitdem im Mittelpunkt der Unternehmensaktivitäten. Mit der Übergabe der Verantwortung an Sougarret will Codelco nach eigenen Angaben die laufenden Betriebsprozesse sichern und zugleich die Untersuchung der Unfallursache fortsetzen.

Parallel zu den Bemühungen im Untertagebau wartet das angeschlossene Schmelzwerk weiterhin auf Kupferkonzentrat, um den eigenen Betrieb wieder aufnehmen zu können. Ohne Nachschub aus der Mine ist ein Start der Verhüttung nicht möglich. Die eingeschränkte Förderung aus El Teniente hat daher direkte Auswirkungen auf die weiteren Produktionsschritte. Codelco ist der weltweit größte Produzent von Kupfer, und Unterbrechungen in einer der bedeutendsten Minen des Landes wirken sich auch auf die internationale Lieferkette aus.

Der Minenkomplex El Teniente gilt als eine der größten Untertage-Kupferminen der Welt und spielt eine zentrale Rolle für die chilenische Exportwirtschaft. Der jüngste Unfall hat die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement im Bergbau erneut in den Fokus gerückt. Das Unternehmen steht nach dem Unglück vor der Herausforderung, die Produktion schrittweise hochzufahren, ohne die Sicherheit der Beschäftigten zu gefährden. Der personelle Wechsel an der Führungsspitze ist Teil dieser Neuaufstellung.

Mit dem Übergang zu einer interimistischen Leitung will Codelco die Handlungsfähigkeit vor Ort sicherstellen, während längerfristige Entscheidungen zur künftigen Organisation der Mine noch ausstehen. Die Wiederaufnahme der vollständigen Produktion hängt dabei nicht nur von technischen und organisatorischen Maßnahmen ab, sondern auch vom Abschluss laufender Untersuchungen zu den Ursachen des Einsturzes. Bis dahin bleibt der Betrieb in El Teniente eingeschränkt, während das Unternehmen versucht, den Ausfall durch andere Produktionsstätten teilweise zu kompensieren.

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