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Coinbase-Aktie steigt vorbörslich: Hochstufung und Bitcoin-Reserve treiben Kurs

Analyst-Upgrade, Bitcoin-Optimismus aus Washington und ein freundliches Marktumfeld katapultieren COIN vorbörslich um 4,3 Prozent nach oben.

Coinbase-Aktie steigt vorbörslich: Hochstufung und Bitcoin-Reserve treiben Kurs

Die Coinbase-Aktie (COIN) legte am heutigen Handelstag vorbörslich um 4,3 Prozent auf 165,18 US-Dollar zu. Zwei eng miteinander verknüpfte Katalysatoren sorgten für den Kursschub: eine neue Analysten-Hochstufung sowie frische Schlagzeilen aus Washington rund um eine mögliche strategische Bitcoin-Reserve der USA.

Bo Pei, Analyst bei US Tiger Securities, stufte COIN am 7. Juli von „Hold" auf „Buy" hoch und setzte ein Kursziel von 200 US-Dollar fest. Seine Begründung: Das Chance-Risiko-Profil von Bitcoin habe sich nach einer starken Korrektur wesentlich verbessert, und der größte Teil des aktuellen Krypto-Bärenmarktzyklus liege wahrscheinlich bereits hinter dem Markt. Damit knüpft er das Schicksal von Coinbase explizit an einen erwarteten Bitcoin-Erholungszyklus.

Strategische Bitcoin-Reserve als Nachfragekatalysator

Zusätzlichen Rückenwind lieferten Berichte vom 9. Juli, wonach die Trump-Administration aktiv über die Struktur einer strategischen Bitcoin-Reserve berät. Händler interpretierten diese Entwicklung als potenziellen langfristigen Nachfragekatalysator für Bitcoin – und damit auch für Coinbase als die führende, in den USA regulierte Kryptobörse. Solche politischen Signale aus Washington haben in der Vergangenheit regelmäßig starke Impulse für den gesamten Kryptomarkt gesetzt.

Das makroökonomische Umfeld unterstützte die Bewegung zusätzlich: Der Nasdaq legte 1,3 Prozent zu, der S&P 500 gewann 0,8 Prozent. Diese „Risk-on"-Stimmung an den Märkten verstärkt typischerweise die Ausschläge bei sogenannten High-Beta-Werten wie COIN – also Aktien, die stärker auf Marktbewegungen reagieren als der Durchschnitt. Auch der Wettbewerber Robinhood und andere kryptonahe Titel profitierten von demselben Rückenwind durch das Bitcoin-Sentiment.

Gegenwind durch Barclays und Personalwechsel

Nicht alle Signale zeigten in dieselbe Richtung. Die britische Großbank Barclays behielt ihre Einstufung „Underweight" bei und senkte ihr Kursziel sogar auf 99 US-Dollar – ein deutlich pessimistischeres Bild als das von US Tiger gezeichnete. Darüber hinaus kündigte Chief Legal Officer Paul Grewal seinen Rücktritt zum 31. Juli an. Molly Abraham, VP of Legal, soll die Rolle des General Counsel übernehmen. Beide Faktoren dämpften das bullishe Momentum, konnten es jedoch nicht umkehren.

Trotz des heutigen Anstiegs bleibt die Coinbase-Aktie weit von ihren Hochs entfernt. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 444,65 US-Dollar – der aktuelle Kurs von 165,18 US-Dollar entspricht damit weniger als 40 Prozent dieses Höchststandes. Für deutsche Privatanleger, die Coinbase als Proxy auf den Kryptomarkt betrachten, verdeutlicht dies das nach wie vor erhebliche Rückschlagpotenzial, aber auch den Spielraum nach oben, sollte sich der Bitcoin-Erholungszyklus tatsächlich entfalten.

Die heutige Bewegung hat damit sowohl eine unternehmensspezifische als auch eine branchenweite Dimension: Das Analyst-Upgrade, die politischen Signale aus Washington und das freundliche Gesamtmarktumfeld wirkten zusammen – und reichten aus, um COIN vorbörslich klar nach oben zu treiben.

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