Coinbase-CEO Armstrong: US-Krypto-Gesetzgebung weiter möglich
Brian Armstrong bleibt trotz Blockade eines Gesetzentwurfs optimistisch für eine umfassende Krypto-Regulierung in den USA. Der Coinbase-Chef kritisiert zu viele Zugeständnisse an traditionelle Banken.

Brian Armstrong, CEO der Kryptobörse Coinbase Global Inc., zeigt sich weiterhin zuversichtlich für eine umfassende Krypto-Gesetzgebung in den USA. Dies, obwohl er letzte Woche maßgeblich dazu beitrug, einen wichtigen Gesetzentwurf zu stoppen, bevor dieser einen Senatsausschuss erreichen konnte.
Am 14. Januar entzog Armstrong dem jüngsten Entwurf der Gesetzgebung zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte in einem Social-Media-Beitrag seine Unterstützung. Nur wenige Stunden später verschob Tim Scott, Vorsitzender des Bankenausschusses im Senat, die geplante Überarbeitung des Gesetzes.
Kritik an traditioneller Finanzwelt
In einem Interview beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte Armstrong seine Ablehnung: Der Entwurf enthalte "zu viele Zugeständnisse an die traditionelle Finanzwelt". Insbesondere kritisierte er Bestrebungen der Bankenbranche, Kryptofirmen das Anbieten von Belohnungen im Zusammenhang mit Stablecoin-Guthaben zu verbieten.
"Die Banken-Lobbygruppen versuchen, ihre Konkurrenz zu verbieten", sagte Armstrong. "Dafür habe ich null Toleranz; ich halte das für unamerikanisch und es schadet den Verbrauchern." Banken argumentieren, solche Angebote würden Einlagen abziehen und die Kreditvergabe an Gemeinden schwächen.
Optimistischer Ausblick trotz Rückschlag
"Ich sehe hier keine wirklichen Hindernisse" für den weiteren Weg des Marktstrukturgesetzes, betonte Armstrong. Einige Beteiligte seien zwar verstimmt gewesen, dass Coinbase den Entwurf nicht unverändert unterstützte. Dennoch bezeichnet er 2025 als Spitzenjahr für Kryptowährungen.
Als wichtigen Meilenstein hob Armstrong die Verabschiedung des ersten föderalen Regulierungsrahmens für Stablecoin-Emittenten im Juli hervor. Seitdem zeigen Finanzinstitute deutlich gesteigertes Interesse an digitalen Vermögenswerten.
Coinbase arbeitet mit Top-Banken zusammen
Laut Armstrong kooperiert Coinbase mittlerweile mit fünf der 20 größten Banken weltweit an Projekten für digitale Vermögenswerte. Seine bullische Prognose für Bitcoin behält er bei: Der Coinbase-Chef sieht die Kryptowährung bis 2030 bei einer Million Dollar.
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Zur AktienanalyseBesonderes Augenmerk legt Armstrong auf tokenisierte Vermögenswerte. Die Tokenisierung könne Menschen ohne Broker Zugang zu Investitionen verschaffen. "Menschen, die ihr Einkommen nur aus Arbeit beziehen, sind oft von diesem Motor der Vermögensbildung ausgeschlossen", erklärte er.
NYSE plant 24/7-Handel mit Token
Die Entwicklung gewinnt an Fahrt: Die New York Stock Exchange kündigte diese Woche an, eine Blockchain-basierte Plattform für den 24/7-Handel mit tokenisierten Aktien und ETFs aufzubauen. Armstrong sieht darin die Zukunft: "Genau das versuchen wir mit der Tokenisierung jeder Anlageklasse zu erreichen" – hochwertige Vermögenswerte für alle zugänglich zu machen.


