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Comcast Q4: Mobilfunk wächst stark, Breitband schwächelt weiter

Der US-Kabelkonzern übertrifft Gewinnerwartungen, verliert aber erneut Breitbandkunden an Mobilfunkanbieter.

Comcast Q4: Mobilfunk wächst stark, Breitband schwächelt weiter

Comcast hat am Donnerstag gemischte Quartalszahlen vorgelegt. Der US-Kabelkonzern übertraf zwar die Gewinnerwartungen der Analysten, verfehlte jedoch beim Umsatz leicht die Prognosen. Das vierte Quartal 2024 zeigt deutlich die strategische Neuausrichtung des Unternehmens: Während das Breitbandgeschäft weiter unter Druck steht, entwickelt sich das Mobilfunkgeschäft zum Wachstumstreiber.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 84 Cents und übertraf damit die Analystenschätzungen von 79 Cents. Der Gesamtumsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 32,31 Milliarden Dollar, blieb jedoch knapp unter den erwarteten 32,35 Milliarden Dollar. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn brach um 54,6 Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar ein, was jedoch auf Sondereffekte und ungünstige Steuervergleiche zum Vorjahr zurückzuführen ist.

Mobilfunk als Lichtblick

Das Mobilfunkgeschäft unter der Marke Xfinity Mobile entwickelte sich erneut sehr positiv. Im vierten Quartal gewann Comcast 364.000 neue Mobilfunkkunden hinzu. Damit erreichte die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden mehr als 9,3 Millionen. Diese Entwicklung unterstreicht die strategische Neuausrichtung des Konzerns, der verstärkt auf Mobilfunk setzt, um die Verluste im traditionellen Kabelgeschäft auszugleichen.

Die Strategie ist eine direkte Antwort auf die zunehmende Konkurrenz durch Mobilfunkanbieter wie Verizon und T-Mobile, die mit ihren 5G-Angeboten zunehmend ins traditionelle Breitbandgeschäft vordringen. Comcast hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, seinen Fokus stärker auf das Wachstum im Mobilfunkbereich zu legen.

Breitband verliert weiter Kunden

Das Breitbandgeschäft bleibt die Achillesferse des Konzerns. Der Umsatz der Connectivity & Platforms-Sparte, die die Xfinity-Dienste für Breitband, Pay-TV und Mobilfunk umfasst, sank um 1 Prozent auf 20,24 Milliarden Dollar. Der Umsatz im inländischen Breitbandgeschäft ging ebenfalls um 1 Prozent auf rund 6,32 Milliarden Dollar zurück.

Obwohl Comcast die genaue Zahl der verlorenen Breitbandkunden nicht nannte, konnte das Unternehmen die Umsatzeinbußen durch Preiserhöhungen teilweise kompensieren. Im Pay-TV-Bereich verlor Comcast im vierten Quartal 245.000 Kunden. Die Gesamtzahl der Pay-TV-Abonnenten liegt nun bei 11,27 Millionen.

NBCUniversal und Peacock wachsen

Die Mediensparte mit NBCUniversal zeigte sich robust und steigerte den Umsatz um 5,5 Prozent auf 7,62 Milliarden Dollar. Die inländischen Werbeeinnahmen legten um 1,5 Prozent zu, was vor allem auf die Übertragung von NBA-Spielen auf NBC zurückzuführen ist. Dies war das letzte Quartal, in dem NBCUniversal das gesamte Portfolio seiner Kabelnetze umfasste.

Comcast hat mittlerweile die meisten seiner Pay-TV-Netzwerke, darunter CNBC und MSNBC, in die börsennotierte Einheit Versant ausgegliedert. Der Streaming-Dienst Peacock setzte seinen Wachstumskurs fort und erzielte einen Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,3 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

Das bereinigte EBITDA des Gesamtkonzerns sank um 10 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Für Anleger zeigt sich: Comcast befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Transformationsprozess vom traditionellen Kabelanbieter zum diversifizierten Telekommunikations- und Medienkonzern.

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