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Coowa plant Börsengang in Hongkong – SoftBank-Roboter auf dem Vormarsch

Das chinesische KI-Robotik-Unternehmen Coowa strebt einen IPO in Hongkong an und ist über 3 Milliarden Dollar wert.

Coowa plant Börsengang in Hongkong – SoftBank-Roboter auf dem Vormarsch

Das von SoftBank unterstützte chinesische Robotik-Unternehmen Coowa bereitet einen Börsengang (IPO) an der Hongkonger Börse vor. Dies berichtete das Wall Street Journal am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der IPO-Antrag soll innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate eingereicht werden.

Das 2015 gegründete und in Shanghai ansässige Unternehmen erreichte zuletzt eine Bewertung von über 3 Milliarden US-Dollar. In seiner jüngsten Finanzierungsrunde sammelte Coowa mehr als 600 Millionen US-Dollar ein. Als Berater für die Notierung fungieren Huatai Securities und die Deutsche Bank.

Roboter für den städtischen Raum

Coowa entwickelt KI-gestützte Roboter für den Einsatz im städtischen Umfeld. Das Produktportfolio umfasst radgetriebene, rad-bein-getriebene sowie humanoidähnliche Roboter. Diese kommen in Sektoren wie Shared Mobility, Fertigung und Immobiliendienstleistungen zum Einsatz.

Die Reichweite des Unternehmens ist bereits beachtlich: Die Roboter von Coowa sind in mehr als 50 Städten und Regionen weltweit aktiv. Die Gesamtzahl der installierten Einheiten übersteigt 10.000 Einheiten. Damit zählt Coowa zu den am weitesten verbreiteten Robotik-Anbietern im urbanen Bereich weltweit.

Starkes Umsatzwachstum und prominente Investoren

Im Jahr 2025 erwirtschaftete Coowa einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Yuan, was umgerechnet rund 147,7 Millionen US-Dollar entspricht. Diese Kennzahl unterstreicht das kommerzielle Potenzial des Unternehmens und dürfte das Interesse institutioneller Investoren beim geplanten Börsengang wecken.

Zu den Investoren von Coowa zählen neben der japanischen SoftBank Group auch die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB). Die AIIB ist eine multilaterale Entwicklungsbank mit Sitz in Peking, die 2016 gegründet wurde und unter anderem von China maßgeblich mitfinanziert wird. Die Beteiligung dieser Institution verleiht Coowa zusätzliche strategische Glaubwürdigkeit.

Hongkong als Börsenstandort im Aufwind

Der geplante Börsengang von Coowa reiht sich in eine breitere Entwicklung ein: Hongkong hat sich in den vergangenen Jahren als bevorzugter IPO-Standort für chinesische Technologie- und Wachstumsunternehmen etabliert. Insbesondere im Bereich Robotik und Künstliche Intelligenz verzeichnet die Börse wachsendes Interesse.

Für deutsche Privatanleger ist der Fall Coowa aus mehreren Gründen relevant. Zum einen ist die Deutsche Bank als Berater an der Transaktion beteiligt. Zum anderen zeigt der Fall, wie dynamisch sich der globale Robotik-Markt entwickelt – ein Sektor, der auch für europäische Investoren zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ob und wie deutsche Anleger direkt an einem möglichen Coowa-IPO partizipieren können, bleibt abzuwarten.

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