CoreWeave-Aktie fällt nach Rücknahme der Umsatzprognose
Verzögerungen bei Rechenzentrumspartnern belasten Margen trotz starker KI-Nachfrage

Der Aktienkurs des von Nvidia unterstützten Cloud-Dienstleisters CoreWeave fiel am Dienstag im vorbörslichen Handel um fast neun Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresumsatzprognose aufgrund von Problemen bei einem wichtigen Rechenzentrumsprojekt nach unten korrigierte. Trotz anhaltend hoher Nachfrage nach seinen KI-Diensten kämpft CoreWeave mit steigenden Infrastrukturkosten, teureren KI-Chips und zunehmender Konkurrenz um Rechenleistung, was die Gewinnmargen unter Druck setzt.
Nach Unternehmensangaben kam es zu Verzögerungen bei einem Partner im Bereich Rechenzentren. Der betroffene Kunde habe jedoch einer Vertragsverlängerung zugestimmt, sodass der Gesamtwert des Deals unverändert bleibe. Namen wurden nicht genannt. Analysten von Barclays erklärten, das Quartal habe ein Risiko offengelegt, das Anleger schon länger befürchteten: operative Schwachstellen. Für die junge KI-Infrastrukturbranche sei dies der erste Fall dieser Art und ein Hinweis darauf, dass groß angelegte KI-Rechenzentren hochkomplexe technische Projekte seien.
CoreWeave hatte sich einst auf das Schürfen von Ethereum spezialisiert, bevor es sein Geschäftsmodell auf die Bereitstellung von KI-Rechenleistung umstellte. Heute vermietet das Unternehmen Nvidia-GPUs und arbeitet mit Technologiekonzernen wie Meta und OpenAI zusammen.
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Zur AktienanalyseSeit seinem Börsengang im März ist der Aktienkurs um rund 164 Prozent gestiegen. Im dritten Quartal erzielte CoreWeave einen Umsatz von 1,36 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,29 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sank die bereinigte operative Gewinnmarge von 21 Prozent im Vorjahr auf 16 Prozent. Marktbeobachter von MoffettNathanson bewerteten dies als Zeichen für zunehmenden Druck auf die Rentabilität, insbesondere für den Fall, dass die derzeit außergewöhnlich hohe Nachfrage nach KI-Leistungen nachlässt.


