ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

CXMT-Börsengang: Chinas Stadt Hefei erzielt 5.000 Prozent Buchgewinn

Der Mega-IPO des Chipherstellers CXMT beschert der chinesischen Stadt Hefei einen historischen Buchgewinn von 5.000 Prozent.

CXMT-Börsengang: Chinas Stadt Hefei erzielt 5.000 Prozent Buchgewinn

Der Börsengang des chinesischen Speicherchipherstellers CXMT hat seiner Heimatregion einen spektakulären Geldsegen beschert. Die Stadtverwaltung von Hefei, die frühzeitig in das Unternehmen investiert hatte, sitzt nun auf Buchgewinnen von 5.000 Prozent. Der Kursanstieg bestätigt eine ungewöhnliche Wirtschaftsstrategie, bei der lokale chinesische Verwaltungen wie Risikokapitalfonds agieren.

Hefei, die Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui, hat im vergangenen Jahrzehnt gezielt in Zukunftsbranchen investiert – von Elektrofahrzeugen über Halbleiter bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Die Wette auf CXMT erweist sich nun als eine der lukrativsten dieser Strategie. Regierungsfonds spielen laut Shihao Li, Stratege bei Citic CLSA, eine „entscheidende Rolle als Ankerinvestoren und Katalysatoren in diesem Ökosystem".

Milliardenwerte in nur drei Jahren

Die beiden größten Aktionäre von CXMT sind Fonds, die der Stadtverwaltung von Hefei nahestehen. Sie halten gemeinsam eine Beteiligung von 30 Prozent, die inzwischen fast 1 Billion Renminbi – umgerechnet rund 148 Milliarden US-Dollar – wert ist. Basierend auf der Investitionsrunde vom März 2023 hatten die Fonds Qinghui Power und Changxin Integrated 13 Milliarden Rmb (1,9 Mrd. USD) beziehungsweise 6,7 Milliarden Rmb (990 Mio. USD) zu einem Preis von 1 Rmb pro Aktie investiert.

Gemessen am Schlusskurs vom Montag sind diese Positionen auf 639 Milliarden Rmb (94 Mrd. USD) beziehungsweise 345 Milliarden Rmb (51 Mrd. USD) gestiegen – ein Zuwachs um das rund 50-fache in nur drei Jahren. Keiner der Fonds hat seine Anteile beim Börsengang veräußert. Der nächstgrößte Aktionär ist Chinas staatlicher „Big Fund" für Halbleiterinvestitionen mit einem Anteil von 7,9 Prozent.

Chen Li, stellvertretender Direktor am Centre for China Studies der Chinese University of Hong Kong, hebt die Besonderheit des Modells hervor: „Hefei auf kommunaler Ebene und die Provinz Anhui waren bemerkenswert in Bezug auf ihr Experimentieren mit lokalem Staatskapital, um Innovationen in strategischen Industrien zu fördern und eine VC-Rolle zu übernehmen." Viele andere Lokalregierungen in China versuchten, dieses Modell zu kopieren – doch Li betont: „Es ist nicht einfach, dies richtig umzusetzen."

Hefeis Strategie: Vom Displayhersteller bis zum Elektroauto

CXMT ist nicht das erste Vorzeigeprojekt der Stadt. Hefei unterstützte über kommunale Investmentvehikel bereits die lokale Expansion des Displayherstellers BOE sowie die Rettung des Elektroautoherstellers Nio im Jahr 2020. Das Modell gilt als Teil von Chinas Suche nach Strategien, wie technologisches Aufholen im Kontext des geopolitischen Wettbewerbs mit dem Westen gelingen kann.

CXMT wurde von Zhu Yiming gegründet, der auch das fabriklose Halbleiterunternehmen GigaDevice ins Leben rief. Zhu studierte Physik an der renommierten Tsinghua-Universität, Chinas führender Hochschule für MINT-Fächer. Laut Bloomberg ist er nach dem Börsengang fast 14 Milliarden US-Dollar wert – sein Nettovermögen stieg durch den IPO um rund 9 Milliarden US-Dollar, was ihn zu einem der reichsten Menschen Chinas macht. Im Mai überschrieb Zhu einen Teil seiner Aktien an Mitarbeiter.

Banken profitieren mit bescheidenen Gebühren

Zu den weiteren Gewinnern des Mega-IPO zählen chinesische Banken, allen voran die CICC. Das Institut hat sich als bevorzugter Konsortialführer für große chinesische Börsengänge auf dem Festland und in Hongkong etabliert und führt in diesem Jahr die Ranglisten für Aktien-IPOs in beiden Märkten an. CICC und China Securities fungierten gemeinsam als Konsortialführer beim CXMT-Börsengang.

Die Emissionsgebühren fallen dabei im internationalen Vergleich auffallend niedrig aus: Laut Prospekt beliefen sich die gesamten Emissions- und Sponsoringgebühren vor Ausübung einer Mehrzuteilungsoption auf 226,6 Millionen Rmb (33,5 Mio. USD) – das entspricht einer Provision von lediglich 0,39 Prozent. Andere beteiligte Banken waren als Investoren in Vorrunden engagiert und verzeichnen nun ebenfalls erhebliche Buchgewinne.

CXMTBörsengangIPOHefeiHalbleiterChina ChipsStaatskapital

Disclaimer