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D. R. Horton übertrifft Prognosen trotz schwacher Hausverkäufe

Der US-Hausbauer hebt die Jahrsumsatzprognose über Analystenerwartungen, obwohl Zinsen und Inflation die Margen belasten.

D. R. Horton übertrifft Prognosen trotz schwacher Hausverkäufe

D. R. Horton, der größte Hausbauer der USA mit Sitz in Arlington, Texas, hat seine Jahresumsatzprognose trotz eines herausfordernden Marktumfelds über den Erwartungen der Analysten gehalten. Die Aktie reagierte positiv: Am Dienstag stieg der Kurs vorbörslich um knapp 4%. Das Unternehmen kämpft wie die gesamte US-Baubranche mit hohen Zinssätzen, anhaltender Inflation und den Auswirkungen der Importzölle von Präsident Donald Trump auf wichtige Baurohstoffe.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet D. R. Horton nun einen konsolidierten Umsatz zwischen 33,5 Milliarden und 34,5 Milliarden US-Dollar. Die bisherige Prognose hatte noch eine Spanne von 33,5 bis 35 Milliarden Dollar vorgesehen. Trotz der Einengung nach oben liegt der Mittelwert der neuen Spanne mit rund 34 Milliarden Dollar weiterhin über der durchschnittlichen Analystenerwartung von 33,8 Milliarden Dollar, wie Daten des Finanzdienstleisters LSEG zeigen.

Margen unter Druck – Anreize bleiben hoch

Um die gedämpfte Nachfrage zu stimulieren, greifen US-Hausbauer zunehmend auf Verkaufsanreize zurück. Dazu zählen vor allem Zinsvergünstigungen bei Hypotheken sowie das Angebot kleinerer und günstigerer Häuser. Diese Maßnahmen belasten jedoch die Gewinnmargen der Unternehmen spürbar. David Auld, Executive Chairman von D. R. Horton, bestätigte diese Einschätzung: „Erschwinglichkeitsbeschränkungen und eine vorsichtige Verbraucherstimmung beeinflussen weiterhin die Nachfrage nach Eigenheimen."

Auld machte zudem deutlich, dass sich daran kurzfristig wenig ändern dürfte: „Wir gehen davon aus, dass unsere Verkaufsanreize im Geschäftsjahr 2026 auf einem hohen Niveau bleiben werden." Für deutsche Anleger ist dies ein wichtiges Signal: Die strukturellen Herausforderungen am US-Immobilienmarkt – hohe Zinsen, Inflation und politisch bedingte Kostensteigerungen durch Zölle – dürften den Sektor noch länger begleiten.

Quartalsergebnisse zeigen deutlichen Gewinnrückgang

Die Zahlen für das zweite Quartal verdeutlichen den Druck auf das Unternehmen. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 647,9 Millionen US-Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel um 13 Prozent auf 2,24 US-Dollar. Auch beim Umsatz gab es einen Rückgang: Der konsolidierte Quartalsumsatz sank von 7,73 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 7,56 Milliarden Dollar.

Damit verfehlte D. R. Horton beim Quartalsumsatz knapp die Analystenschätzung von 7,6 Milliarden Dollar, wie aus LSEG-Daten hervorgeht. Dennoch fiel die Marktreaktion positiv aus – ein Zeichen dafür, dass Investoren die Jahrsprognose höher gewichten als die schwächeren Quartalszahlen. Die Kombination aus stabiler Jahresguidance und dem Ausblick auf anhaltend hohe Verkaufsanreize zeichnet ein gemischtes, aber für den Markt offenbar ausreichend zuversichtliches Bild.

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