DAX berappelt sich – doch der Februar startet mit Gegenwind
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Der DAX hat einen ereignisreichen Januar mit einem versöhnlichen Schlusspunkt beendet und sich am letzten Handelstag im Monat ins Plus zurückgekämpft. Zum Handelsschluss stand der Leitindex bei 24.538,81 Punkten, nachdem sich Anleger zuletzt wegen geopolitischer Risiken und der Gemengelage aus Zins- und Konjunktursorgen eher zurückgehalten hatten. Auf Monatssicht trat der DAX damit praktisch auf der Stelle, Anfang Januar lag er nahezu auf demselben Niveau. Zum Wochenstart deuteten frühe Indikationen allerdings wieder auf Gegenwind hin: Der DAX-Future notierte am Morgen rund ein Prozent schwächer.
Jenseits des Leitindex zeigte sich zum Wochenausklang ein gemischtes Bild an der deutschen Börse. Der MDAX gab leicht nach und schloss bei 31.164,44 Punkten, während der TecDAX mit 3.613,41 Zählern zulegen konnte. Auch der SDAX endete fester bei 18.040,35 Punkten. Die Spreizung unterstreicht, dass Anleger selektiv vorgingen und zwischen Zyklikern, Technologie und Nebenwerten neu austarierten.
Auf Unternehmensseite lieferte adidas den wichtigsten Impuls im DAX: Der Konzern meldete für 2025 einen Rekordumsatz von 24,811 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 2,056 Milliarden Euro, begleitet von der Ankündigung milliardenschwerer Aktienrückkäufe. Bei SAP standen weniger die Gewinne als der Ausblick im Mittelpunkt, nachdem die Dynamik bei Cloud-Verträgen zuletzt hinter den Erwartungen zurückblieb; als Gegengewicht stellte der Konzern Aktienrückkäufe von bis zu 10 Milliarden Euro über zwei Jahre in Aussicht. Die Deutsche Bank berichtete für 2025 ein Rekordergebnis mit 9,7 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern und stellte Ausschüttungen von 2,9 Milliarden Euro in Aussicht, während Volkswagen mit einem Nettomittelzufluss von rund 6 Milliarden Euro aus dem Automobilgeschäft ein Signal zur Cashflow-Entwicklung setzte.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte in Frankfurt der erste Börsengang des Jahres: Asta Energy debütierte deutlich über Ausgabepreis, der erste Kurs lag bei 43 Euro nach 29,50 Euro beim IPO. Als Ankerinvestor trat Siemens Energy mit einer Zeichnungszusage von rund 25 Millionen Euro auf, aus der Kapitalerhöhung flossen dem Unternehmen 125 Millionen Euro zu. Auf den Terminkalender blicken Anleger ebenfalls: Die EZB tagt am 4. und 5. Februar, zudem stehen in den kommenden Tagen neue Inflationsdaten für die Eurozone sowie weitere Unternehmensberichte im Fokus. In Deutschland hellte sich das Konsumklima zum Februar zwar etwas auf, blieb aber insgesamt klar im negativen Bereich.
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Zur AktienanalyseInternational prägte die Geldpolitik die Stimmung: Donald Trump schlug den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell vor, was Zinserwartungen und Risikoneigung neu sortierte. In den USA überzeugte Apple mit einem Rekordumsatz von 143,8 Milliarden Dollar im Quartal, doch die globale Marktstimmung blieb fragil. Besonders auffällig war der Preisrutsch bei Edelmetallen nach der vorangegangenen Rally: Gold und Silber gerieten unter starken Abgabedruck, begleitet von einem festeren Dollar. Damit startet der Februar mit hoher Nervosität – und mit der Frage, ob die Berichtssaison die Kurse stabilisiert oder neue Bewertungsdebatten auslöst.


