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DAX bleibt stabil in unsicherem Umfeld

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DAX bleibt stabil in unsicherem Umfeld

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich weiter vorsichtig. Der DAX blieb auch am Donnerstag auf hohem Niveau, bewegte sich aber nur innerhalb einer engen Handelsspanne. Der Leitindex notierte zwischen 24.051 und 24.283 Punkten und schloss bei 24.272 Zählern, ein leichtes Plus von 0,38 Prozent. Damit verharrt der Markt weiterhin in der Nähe seines jüngsten Rekordhochs von 24.771 Punkten. Der MDAX legte um 0,84 Prozent zu und kletterte über die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten. Analysten sehen den DAX in einer stabilen, aber abwartenden Phase. Charttechniker verweisen auf eine Seitwärtsbewegung zwischen dem Tief bei knapp 24.000 und dem bisherigen Höchststand.

Belastend wirken vor allem geopolitische Unsicherheiten. Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China bleibt ein zentrales Thema. Zwar betonte US-Finanzminister Scott Bessent, Washington wolle keine Eskalation, doch die Anleger bleiben zurückhaltend. Marktbeobachter sehen Anzeichen, dass die Furcht vor einer Ausweitung des Konflikts eingepreist, aber nicht dominant ist. Hoffnung geben geplante Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping noch in diesem Monat. Viele Investoren setzen darauf, dass es vorerst nicht zu einem neuen Zollkonflikt kommt.

Auch die politische Lage in Frankreich bleibt ein Faktor. Premierminister Sebastien Lecornu überstand zwei Misstrauensvoten und konnte damit eine Regierungskrise vorerst abwenden. Er hatte zuvor angeboten, die umstrittene Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron auszusetzen. Beobachter werten dies als kurzfristige Beruhigung für die Märkte, auch wenn die strukturellen Probleme des hoch verschuldeten Landes weiter bestehen.

Unter den Einzelwerten im DAX stand Merck unter Druck. Die Aktie des Darmstädter Konzerns verlor nach anfänglichen Gewinnen und schloss als schwächster Wert im Index. Auf dem Kapitalmarkttag hatte das Unternehmen mittelfristige Ziele vorgestellt, die von Anlegern kritisch aufgenommen wurden. Dagegen zählten die Sartorius-Papiere zu den größten Gewinnern im MDAX. Nach einer leichten Anhebung der Jahresprognose legten sie um rund 7,6 Prozent zu.

An den Devisenmärkten setzte der Euro seine Aufwärtsbewegung fort und stieg auf 1,1672 Dollar. Die Gemeinschaftswährung profitierte von der Schwäche des US-Dollar, die durch Spekulationen auf weitere Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten ausgelöst wurde. Fed-Direktor Christopher Waller sprach sich für eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte Ende Oktober aus.

An der Wall Street herrschte wenig Bewegung. Der Dow Jones und der S&P 500 lagen leicht im Minus, während die Nasdaq geringfügig zulegte. Der Goldpreis setzte seinen Höhenflug fort und erreichte mit 4.269 Dollar je Feinunze ein weiteres Rekordhoch.

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