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DAX bricht Erholungsserie ab – Ölpreise und Konjunktursorgen belasten

DAX bricht Erholungsserie ab – Ölpreise und Konjunktursorgen belasten

Die Erholungsrally am deutschen Aktienmarkt ist vorerst Geschichte. Nach drei Tagen mit Gewinnen drehte der DAX am Donnerstag ins Minus – trotz starker Quartalszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia, die eigentlich für Rückenwind hätten sorgen sollen.

Nvidia hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss mit einer überraschend starken Umsatzprognose überzeugt und damit ein weiteres Signal für die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz gesetzt. Dem DAX half das nur kurzfristig: Der Index tastete sich am Vormittag noch etwas nach vorne, fand jedoch keine Anschlusskäufer und rutschte schließlich um 0,53 Prozent auf 24.606 Punkte ab. Das Tageshoch lag bei 24.894 Punkten, das Tagestief bei 24.534 Punkten. Die Zeiten, in denen starke US-Tech-Ergebnisse ausreichten, um den gesamten Markt zu beflügeln, scheinen vorerst vorbei – zumal die Nvidia-Aktie bereits gut gelaufen war. Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen verlor moderat 0,16 Prozent und schloss bei 31.807 Punkten.

Ein zentrales Problem bleibt der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Die fehlende Lösung im Iran-Krieg treibt die Ölpreise weiter in die Höhe: Die Nordsee-Sorte Brent notiert bei rund 107 Dollar je Fass – deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. IEA-Chef Fatih Birol warnte in London zusätzlich vor einer Zuspitzung der Lage am Ölmarkt in den Sommermonaten Juli und August. Als Gründe nannte er fehlende neue Ölexporte aus dem Nahen Osten, schwindende Lagerbestände sowie die saisonbedingt hohe Kraftstoffnachfrage.

Die hohen Energiepreise hinterlassen deutliche Spuren in der deutschen Wirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – stieg im Mai zwar leicht um 0,2 Punkte auf 48,6 Zähler, blieb damit aber den zweiten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50. „Die deutsche Wirtschaft liegt im zweiten Quartal auf Schrumpfkurs

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