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DAX gibt nach: US-Angriffe im Iran-Konflikt bremsen Erholung

DAX gibt nach: US-Angriffe im Iran-Konflikt bremsen Erholung

Neue Militäraktionen der USA gegen iranische Raketenstellungen und Boote in der Straße von Hormus haben die Hoffnungen auf eine baldige Friedenslösung gedämpft und den DAX heute belastet. Der deutsche Leitindex verlor 0,8 Prozent auf 25.184 Punkte – ein deutlicher Rückschlag nach dem Feiertagshandel am Vortag, als er noch rund zwei Prozent zulegen konnte.

Dabei hatte der DAX in den vergangenen Tagen bemerkenswerte Stärke bewiesen: Er hatte seinen Einbruch infolge des Iran-Kriegs vollständig wettgemacht. Treiber dieser Erholung waren die anhaltende KI-Euphorie in den USA sowie solide Quartalsergebnisse zahlreicher Unternehmen. Doch die neuen Kampfhandlungen werfen nun Fragen auf, ob die laufenden Friedensgespräche in Doha, der Hauptstadt Katars, tatsächlich zu einem Durchbruch führen können. US-Vertreter betonten zwar, die Verhandlungen würden fortgesetzt – doch an den Märkten überwiegt derzeit die Skepsis.

Zusätzlichen Gegenwind liefert die Geldpolitik: Immer mehr Signale deuten darauf hin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Sitzung am 11. Juni die Leitzinsen anheben wird. Es wäre der erste Zinsschritt seit dem vergangenen Sommer und könnte den Auftakt zu einem ganzen Zinserhöhungszyklus markieren. Hintergrund ist der durch den Iran-Krieg angeheizte Inflationsdruck, dem die EZB mit strafferer Geldpolitik begegnen will. Für Anleger bedeutet das: Höhere Zinsen könnten die Bewertungen am Aktienmarkt weiter unter Druck setzen.

An den US-Börsen zeigte sich ein gemischtes Bild. Der Dow Jones gab im frühen Handel leicht nach, während der Technologieindex Nasdaq 100 erstmals die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten überwand – bevor er wieder etwas zurückfiel. Die KI-Euphorie hält die Tech-Werte damit weiterhin auf hohem Niveau.

Die Ölpreise zogen derweil spürbar an: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich am frühen Abend um 3,8 Prozent auf 97,20 Dollar. Die neuen Militäraktionen in der Nähe der strategisch wichtigen Meerenge von Hormus – durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öllieferungen fließt – sorgen für Liefersorgen und treiben den Preis nach oben.

Unter den deutschen Einzelwerten stand Fresenius Medical Care im Fokus. Der Bad Homburger Dialyse-Spezialist kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund einer Milliarde Euro an, das in mehreren Tranchen über zwölf Monate abgewickelt werden soll. Die Aktie reagierte zunächst positiv, gab die Gewinne im Tagesverlauf aber wieder ab.

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