ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

DAX kaum verändert: Anleger warten auf Berichtssaison und Fed-Sitzung

24. Januar 2026 3 Min

Nach der turbulenten Vorwoche mit dem Zollstreit um Grönland hat sich am deutschen Aktienmarkt eine gespannte Ruhe eingestellt. Der DAX schloss am Freitag mit einem minimalen Plus von 0,18 Prozent bei exakt 24.900 Punkten. Die deutliche Erholung vom Vortag, als der Leitindex noch 1,2 Prozent auf 24.856 Punkte zugelegt hatte, setzte sich damit nicht fort.

Anleger bleiben vorsichtig und warten auf wichtige Impulse: Ab der kommenden Woche startet die Berichtssaison auch in Deutschland, zudem steht die Zinssitzung der US-Notenbank Fed an. Die geopolitischen Risiken bleiben ebenfalls auf der Agenda.

Skepsis trotz Entspannung im Zollstreit

Frank Sohlleder vom Broker Activtrades sieht weiterhin Vorsicht am Markt: "Der Grönland-Thriller ist zwar entschärft, aber noch lange nicht ausgestanden." Marktbeobachter Andreas Lipkow ergänzt, dass unklar bleibe, welches Thema die USA als nächstes aufwerfen oder wieder aufwärmen werden.

Die jüngste Aufwärtsbewegung vor dem Grönland-Streit war mit der Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland im laufenden Jahr begründet worden. Nun müssen die Unternehmen liefern - vor allem überzeugende Ausblicke sind gefragt.

Adidas schwächster DAX-Wert

Bei den Einzelwerten verlor Adidas über fünf Prozent und war damit Schlusslicht im DAX. Offenbar erwarten Anleger keine positiven Überraschungen vom Sportartikelhersteller.

Am anderen Ende der Skala waren SAP die größten Gewinner im deutschen Leitindex. Der Walldorfer Softwarekonzern eröffnet am kommenden Donnerstag die heiße Phase der Berichtssaison in Deutschland. Die Spannung steigt, denn die SAP-Aktie hat seit dem Sommer mehr als ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Hintergrund der Schwäche ist die Frage, ob künstliche Intelligenz komplexe Softwareprogramme womöglich leicht ersetzen kann.

Friedensgespräche zwischen Russland und Ukraine

Neben dem Warten auf Quartalszahlen richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine. Unter Vermittlung der USA wollen Unterhändler beider Länder in Abu Dhabi erstmals seit längerem wieder auf offizieller Ebene miteinander verhandeln.

"Ein möglicher Durchbruch auf dem Weg zum Frieden wäre für die europäischen Märkte der ultimative Wachstumstreiber und könnte den DAX schnell wieder über die 25.000er-Marke hieven", prognostiziert Experte Sohlleder.

US-Börsen uneinheitlich - Intel bricht ein

In New York zeigten sich die großen Aktienindizes am Mittag Ortszeit uneinheitlich. Während der Dow Jones moderat im Minus lag, legte die Technologiebörse Nasdaq zu.

Im besonderen Fokus standen die Papiere des Chipherstellers Intel, die um knapp 16 Prozent einbrachen. Allerdings hatten sie seit Jahresbeginn einen Kursanstieg von fast 50 Prozent verzeichnet. Für JPMorgan-Analyst Harlan Sur war der vorherige Anstieg zu viel des Guten. Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst, das Umsatzziel für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street.

Edelmetalle auf Höhenflug

Edelmetalle bleiben bei Investoren stark gefragt: Der Preis für eine Feinunze Silber (etwa 31,1 Gramm) stieg erstmals über 100 Dollar. In den ersten Wochen des Jahres verteuerte sich Silber damit um fast 40 Prozent und war gefragter als Gold.

Aber auch der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung und nähert sich der Marke von 5.000 Dollar je Feinunze. Geopolitische Krisen und die politischen Kapriolen der Trump-Regierung befeuern die Flucht in das als sicherer Hafen geltende Edelmetall. Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com, erklärt: "Das Vertrauen in die USA und deren Vermögenswerte ist erschüttert und das treibt das Kapital in Edelmetalle."

Ausblick auf kommende Woche

Die kommende Woche verspricht ereignisreich zu werden: Mit dem Start der Berichtssaison und der Fed-Sitzung stehen wichtige Termine an, die neue Impulse für die Märkte liefern könnten. Anleger werden genau beobachten, ob die erhofften Unternehmenszahlen die Erwartungen einer wirtschaftlichen Erholung bestätigen können.

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