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DAX legt zu: US-Rekordbörsen geben deutschen Märkten Rückenwind

Neue Höchststände an der Wall Street beflügeln den DAX am Dienstagmorgen – trotz anhaltender Unsicherheit im Nahen Osten.

DAX legt zu: US-Rekordbörsen geben deutschen Märkten Rückenwind

Der deutsche Aktienmarkt startet mit Schwung in den Dienstag. Rückenwind liefern erneute Rekordstände an den US-Börsen: Der DAX kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,8 Prozent auf 25.197 Punkte. Am Vortag hatte der Leitindex noch erheblich geschwankt – mit einer Tagesspanne von rund 400 Punkten rund um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten.

Auch die europäischen Nachbarbörsen ziehen mit: Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, gewann ebenfalls 0,8 Prozent. Der SDax, der Index für kleinere deutsche Börsenunternehmen, setzte seinen Rekordkurs fort und legte um 0,5 Prozent zu. Einziger Ausreißer nach unten war der MDax: Der Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen gab am Dienstagmorgen um 0,9 Prozent auf 33.196 Punkte nach.

Iran-Verhandlungen: Hoffnung bleibt, Einigung lässt auf sich warten

Ein zentrales Thema an den Märkten bleibt die seit Wochen erhoffte Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Eine nachhaltige Einigung ist bislang nicht in Sicht, die Verhandlungen laufen jedoch weiter. US-Präsident Donald Trump sprach zuletzt sogar von einem „schnellen Tempo" bei den Gesprächen – ein Signal, das die Märkte zumindest vorübergehend beruhigt.

Die Lage bleibt dennoch angespannt. Am Montagnachmittag hatten Berichte, wonach der Iran aus Protest gegen die israelische Eskalation im Libanon den Dialog mit den USA abbrechen könnte, den Ölpreis zunächst stark nach oben getrieben. Erst gegenteilige Signale aus Washington sorgten am frühen Montagabend wieder für eine deutliche Beruhigung an den Rohstoffmärkten.

Ölpreis gibt leicht nach – Straße von Hormus im Fokus

Am Ölmarkt zeigt sich am Dienstag eine leichte Entspannung. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Augustlieferung fiel um 0,91 Prozent auf 94,12 Dollar. Damit setzt sich die volatile Entwicklung der vergangenen Tage fort.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bleibt die strategisch bedeutsame Straße von Hormus. Durch diese Meerenge fließt in normalen Zeiten rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Handels. Der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Engstelle ist derzeit eingeschränkt, während die neuen Spannungen zwischen Washington und Teheran die Unsicherheit für die internationale Schifffahrt weiter erhöhen. Für Anleger bleibt die Entwicklung am Ölmarkt damit ein wichtiger Risikofaktor, den es genau zu beobachten gilt.

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