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DAX-Rekord und KI-Boom treiben Märkte an

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DAX-Rekord und KI-Boom treiben Märkte an

Der DAX setzte seinen Rekordlauf fort und erreichte im Verlauf ein neues Allzeithoch bei 21.330 Punkten. Zum Handelsschluss notierte der deutsche Leitindex mit einem Plus von 1,01 Prozent bei 21.254 Punkten. Damit summiert sich der Zugewinn im Jahr 2025 bereits auf rund sieben Prozent. Der MDAX verzeichnete hingegen nur einen moderaten Anstieg von 0,32 Prozent. Marktanalysten wiesen darauf hin, dass Investoren mit Short-Positionen sich gezwungen sahen, diese einzudecken, was die Kursrally weiter befeuerte.

An den US-Börsen setzte sich der positive Trend fort. Besonders die Technologiebörse Nasdaq legte um rund 1,5 Prozent zu, während der Dow Jones leicht um 0,3 Prozent auf über 44.000 Punkte stieg. Eine bedeutende Rolle spielte dabei das neu angekündigte KI-Projekt "Stargate", das von OpenAI, Oracle und Softbank mit einer geplanten Investition von 500 Milliarden Dollar vorangetrieben wird. US-Präsident Donald Trump gab die Pläne im Weißen Haus bekannt. Diese Nachricht verlieh insbesondere den Technologieaktien weiteren Auftrieb. Zudem trugen starke Quartalszahlen von Netflix zur positiven Marktstimmung bei. Der Streaming-Anbieter verzeichnete dank Live-Sportübertragungen und der zweiten Staffel von "Squid Game" einen Rekord-Kundenzustrom und hob seine Umsatzziele an. Die Netflix-Aktie legte daraufhin fast 11 Prozent zu.

In Deutschland profitierte Siemens Energy besonders stark von der KI-Euphorie und führte den DAX mit einem Kursplus von 6,7 Prozent an. Auch der Baukonzern Hochtief konnte aufgrund der erwarteten Bauaufträge für Rechenzentren um fünf Prozent zulegen. Analysten betonten, dass der Megatrend Künstliche Intelligenz weiterhin erhebliche Investitionen in Infrastruktur erfordere. Trotz der positiven Marktstimmung blieben geopolitische Risiken bestehen. Trump bekräftigte erneut seine Drohung, Strafzölle gegen die EU zu verhängen. Die Anleger reagierten jedoch gelassen, da bislang keine unmittelbaren Importzölle angekündigt wurden. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde äußerte Bedenken über die möglichen Auswirkungen auf die US-Wirtschaft.

Im DAX stiegen die Aktien von Adidas um mehr als sechs Prozent, nachdem der Sportartikelhersteller bessere Quartalsergebnisse als erwartet meldete. Die Münchener Rück verzeichnete ein Plus von vier Prozent, nachdem Konzernchef Joachim Wenning weiteres Wachstumspotenzial angekündigt hatte. Auf der Verliererseite stand die Porsche AG mit einem Rückgang von über zwei Prozent. Der Autobauer warnte vor möglichen Absatzrückgängen in China. Volkswagen plant zudem den Verkauf weiterer Anteile an seiner Tochtergesellschaft Traton und erhofft sich daraus Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro.

Abseits des Aktienmarktes setzte sich die Gold-Rally fort. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg auf 2.757 Dollar und näherte sich dem Rekordhoch vom Herbst 2024. Der Ölmarkt zeigte sich hingegen volatil. Der Preis für Brent-Öl schwankte und notierte zuletzt bei 79,06 Dollar je Barrel, was einem Minus von 0,4 Prozent entspricht. Trumps Pläne zur Ausweitung der US-Energieproduktion wirkten dämpfend auf die Preise. Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro stabil bei 1,0419 Dollar, während Unsicherheiten über Trumps Handelspolitik den Dollar unter Druck setzten.

Weitere Unternehmensmeldungen prägten den Handelstag. Der Industriekonzern Schaeffler enttäuschte mit seinen vorläufigen Geschäftszahlen, wodurch die Aktie unter Druck geriet. Borussia Dortmund gab die Trennung von Trainer Nuri Sahin bekannt, was an der Börse skeptisch aufgenommen wurde. Im Luftfahrtsektor drohen derweil Warnstreiks bei TUIfly, da die Gewerkschaft ver.di mit Arbeitskampfmaßnahmen ab Februar droht. Darüber hinaus investierte Google erneut eine Milliarde Dollar in das KI-Startup Anthropic und setzt damit seinen Expansionskurs im Bereich Künstliche Intelligenz fort.

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