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DAX-Rekordjagd vor dem Ende? Wall Street bremst

Der DAX hat seine Rekordserie fortgesetzt und erstmals die 25.500-Punkte-Marke geknackt. Doch Verluste an der Wall Street und Trumps Kreditkarten-Vorstoß könnten die Rally stoppen.

DAX-Rekordjagd vor dem Ende? Wall Street bremst

Die beeindruckende Aufwärtsbewegung des DAX könnte vor einer Zäsur stehen. Nachdem der deutsche Leitindex am Dienstag erstmals über 25.500 Punkte kletterte, taxiert der Broker IG den Index für den heutigen Handelsbeginn nahezu unverändert bei 24.411 Punkten. Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Rekordserie endet.

Wall Street setzt Konsolidierungssignal

Belastung kommt von der Wall Street, wo die großen Indizes nach ihren jüngsten Höchstständen unter Druck gerieten. Der Dow Jones verlor 0,8 Prozent auf 49.192 Punkte, während S&P 500 und Nasdaq 100 jeweils 0,2 Prozent nachgaben. Nach den Rekordständen vom Wochenstart folgte damit eine technische Gegenbewegung.

Inflationsdaten enttäuschen positiv

Für Entspannung sorgen die US-Inflationsdaten vom Dezember. Mit einem Anstieg von 2,7 Prozent zum Vorjahr blieben die Preise unter den Erwartungen. "Der große Inflationsschub aufgrund höherer Zölle blieb bislang aus", konstatiert Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank. Dies könnte der Federal Reserve grünes Licht für weitere Zinssenkungen geben - ganz im Sinne von Präsident Trump, der die Notenbank wiederholt zu aggressiveren Zinssenkungen gedrängt hat.

JPMorgan enttäuscht zum Auftakt

Die Berichtssaison der US-Banken startete ernüchternd. JPMorgan Chase musste im vierten Quartal 2025 einen Gewinnrückgang hinnehmen, verursacht durch die Übernahme des Apple-Kreditkartengeschäfts von Goldman Sachs. Trotz optimistischer Prognosen von CEO Jamie Dimon für 2026 verlor die Aktie über vier Prozent. Heute legen Bank of America, Wells Fargo und Citigroup ihre Zahlen vor.

Trump-Vorstoß belastet Kreditkartenanbieter

Massiv unter Druck gerieten Kreditkartenanbieter nach Trumps Vorschlag, Zinsobergrenzen für ein Jahr auf zehn Prozent zu begrenzen. Visa und Mastercard büßten jeweils rund vier Prozent ein. "Die Finanzbranche wird von Trumps Kreditkartenvorschlag hart getroffen", warnt Tim Ghriskey, Stratege bei Ingalls & Snyder. Die Branche formiert bereits Widerstand gegen den Vorstoß.

China trotzt Handelskonflikten

Positive Impulse kommen aus China. Der Außenhandel der Volksrepublik legte 2025 um 5,5 Prozent zu, während die Importe stagnierten. Der Handelsüberschuss erreichte einen Rekordwert von knapp 1,2 Billionen Dollar. Die Zahlen belegen Chinas Resilienz trotz anhaltender Spannungen mit den USA und anderen Handelspartnern.

Nikkei erreicht neues Allzeithoch

In Japan feiert der Nikkei derweil neue Rekorde. Der Leitindex schloss bei 54.341 Punkten auf einem Allzeithoch. Treiber ist die Spekulation auf vorgezogene Neuwahlen. Premierministerin Sanae Takaichi könnte ihre hohe Popularität nutzen, um ihre Position zu festigen. Ihre Agenda umfasst eine aggressive Fiskal- und expansive Geldpolitik, was bei Investoren gut ankommt.

Ausblick für deutsche Anleger

Für den DAX bleibt die Gemengelage ambivalent. Während positive Inflationsdaten und starke chinesische Handelszahlen stützen, belasten die Schwäche an der Wall Street und politische Unsicherheiten. Anleger sollten die heutigen US-Bankenzahlen genau beobachten - sie könnten richtungsweisend für die weitere Entwicklung sein.

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