ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

DAX steigt 1,4% – Ölpreisrückgang und EU-US-Handelsdeal beflügeln Märkte

DAX steigt 1,4% – Ölpreisrückgang und EU-US-Handelsdeal beflügeln Märkte

Sinkende Ölpreise und eine überraschende Einigung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch kräftigen Auftrieb gegeben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) schloss mit einem Plus von 337 Punkten oder 1,4 Prozent bei 24.737 Punkten – ein deutliches Signal, dass die Märkte auf positive Nachrichten sensibel reagieren.

Der Auslöser für die gute Stimmung war zunächst der Rückgang beim Ölpreis: Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli verbilligte sich um rund 3 Prozent auf 108,76 Dollar. Für Anleger ist das eine willkommene Entlastung, denn steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hatten zuletzt die Inflationssorgen angeheizt und die Märkte belastet.

Die Lage an der Straße von Hormus bleibt dabei weiterhin ein zentrales Thema. Die strategisch wichtige Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öls transportiert wird, ist nach wie vor im Fokus. Nach iranischen Angaben passierten in den vergangenen 24 Stunden immerhin 26 Schiffe die Engstelle – ein Zeichen, dass der Handel noch nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Der anhaltende Energiepreisdruck zwingt unterdessen auch Großbritannien zu pragmatischen Schritten: London lockert die Sanktionen auf russisches Öl und erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Rohöl raffiniert wurde. Parallel dazu schlossen Russland und China ein umfassendes wirtschaftliches Abkommen – ein weiterer Schritt, der die geopolitischen Fronten neu ordnet.

Für besonders gute Stimmung sorgte die Einigung im EU-US-Handelsstreit. Nach monatelangen, zähen Verhandlungen verständigten sich Vertreter des Europaparlaments und der EU-Mitgliedstaaten auf die Umsetzung einer bereits im Vorjahr vereinbarten Zollregelung. Demnach sollen europäische Zölle auf US-Industriegüter wie Autos und Maschinen schrittweise abgeschafft werden. Die Regelung soll mit ihrem Inkrafttreten sofort gelten und bis Ende 2029 ausgesetzt bleiben.

Diese Einigung ist vor allem für die europäische Automobilindustrie eine Erleichterung. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor massiven Druck aufgebaut und mit einer Anhebung der Autozölle von derzeit 15 auf 25 Prozent gedroht, sollte bis zum 4. Juli keine Einigung vorliegen. Mit dem nun erzielten Kompromiss dürfte diese Frist eingehalten werden.

An den Anleihemärkten ist die Lage weiterhin angespannt, auch wenn es leichte Entspannung gab. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen lag heute bei 3,17 Prozent – nach einem Höchststand von 3,19 Prozent, dem höchsten Wert seit 15 Jahren. Hohe Anleiherenditen bedeuten steigende Finanzierungskosten für Verbraucher, Unternehmen und den Staat. Eine mögliche Deeskalation im Iran-Konflikt könnte hier mittelfristig für Entlastung sorgen, da die Inflationserwartungen dann sinken dürften.

Ein weiterer Faktor, der die Märkte beschäftigt, sind die nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen des KI-Chipherstellers Nvidia. Im Vorfeld griffen Anleger bei Aktien aus dem Chipsektor zu. Analyst Tony Sycamore vom Brokerhaus IG dämpfte allerdings die Erwartungen: „Ich glaube nicht, dass Nvidia noch die Fähigkeit besitzt, sämtliche Erwartungen zu übertreffen und die Märkte wie bisher zu überraschen.

MarktberichtDAXBörseMärkteTagesschau

Disclaimer