DAX tastet sich wieder über 25.000 – doch die Marke bleibt ein Nadelöhr
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Die 25.000er-Marke im DAX ist gerade weniger eine Zahl als ein Nadelöhr – kaum rutscht der Index hindurch, wird es schon wieder eng.
Am Dienstag zog der Leitindex erst in der Schlussphase an, sprang zwischenzeitlich über 25.000 Punkte, schaffte es am Ende aber nur knapp darunter ins Ziel: 24.998 Punkte, +0,8 Prozent.
25.000 Punkte bleiben ein Stresstest
Am Mittwochmorgen deutet sich der nächste Anlauf an: IG taxierte den DAX gegen 6:45 Uhr bei 25.074 Punkten (rund +0,3 Prozent) – also wieder oberhalb der runden Schwelle. Auch der DAX-Future notierte im frühen Handel fester (gegen 5:59 Uhr: 25.120 Punkte).
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Index ringt seit Wochen mit dieser Zone – und bislang fehlten oft die Anschlusskäufe. Nur einmal hielt der DAX bis zum Handelsende klar über 25.000 Punkten; am 8. Januar lag der Schluss bei 25.122,26. Oberhalb lauert zudem das Februar-Verlaufshoch: 25.239 Punkte gelten charttechnisch als nächste harte Kante.
Heute könnte der Takt von außen kommen: Auf dem Terminplan stehen unter anderem britische Inflationsdaten, später US-Konjunkturzahlen und am Abend die Fed-Protokolle – ein Cocktail, der Zinsen und Stimmung schnell drehen kann.
Bayer liefert den Kurstreiber – und neue Baustellen
Für die Musik im DAX sorgte zuletzt vor allem Bayer: Der Konzern meldete einen Sammelvergleich in den USA rund um Roundup (Glyphosat) – maximal 7,25 Milliarden US-Dollar über bis zu 21 Jahre, vorbehaltlich der Gerichtsgenehmigung in St. Louis (Missouri). Das klingt nach Befreiungsschlag – hat aber einen Preis: Bayer rechnet wegen Vergleichen und Rechtskosten mit einer Erhöhung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro und erwartet für 2026 einen negativen Free Cashflow; die Bilanz-Pressekonferenz wurde auf den 4. März 2026 verschoben.
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Zur AktienanalyseDer Markt feierte trotzdem – und genau darin steckt der Spannungsbogen für den Mittwoch: Hält der Optimismus, wenn die Detailrechnung auf dem Tisch liegt? Selbst wohlwollende Stimmen verweisen auf Unsicherheiten. Rückenwind kommt immerhin aus den USA: Der Dow schloss am Dienstag leicht im Plus, der S&P 500 ebenfalls, während der Nasdaq 100 minimal nachgab.
Entscheidend wird sein, ob aus dem erneuten Sprung über 25.000 diesmal mehr wird als ein kurzer Blick über die Schwelle.


