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DAX trotzt Chip-Krise: Infineon bricht ein, Mercedes glänzt

DAX trotzt Chip-Krise: Infineon bricht ein, Mercedes glänzt

Der südkoreanische Leitindex Kospi stürzte heute um fast elf Prozent ab – ein Warnsignal, das auch an den deutschen Märkten nicht spurlos vorüberging. Auslöser waren massive Kursverluste bei den Chiphersteller-Schwergewichten Samsung und SK Hynix, die zusammen mehr als die Hälfte des Kospi ausmachen. Die Sorgen um die globale Halbleiterbranche, ausgelöst durch wachsende Konkurrenz aus China, griffen auf Europa über und sorgten für ein gespaltenes Bild am deutschen Aktienmarkt.

Der DAX behauptete sich trotz des schwierigen Umfelds und schloss 0,4 Prozent höher bei 25.464 Punkten. Damit baute der deutsche Leitindex seinen gestrigen Gewinn von einem Prozent auf 25.361 Punkte weiter aus. Während Standardwerte gefragt waren, standen Halbleiter- und KI-Aktien unter erheblichem Verkaufsdruck.

Der größte DAX-Verlierer des Tages war Infineon mit einem Minus von sechs Prozent. Der wichtigste deutsche Chiphersteller musste den weltweiten Branchenängsten Tribut zollen und befindet sich seit Ende Juni auf einem klaren Abwärtskurs – ähnlich wie der amerikanische Philadelphia Semiconductor Index.

Auf der Gewinnerseite stach Mercedes-Benz positiv heraus. Der Stuttgarter Autobauer überzeugte mit starken Quartalszahlen: Das operative Ergebnis stieg von April bis Juni um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro – nach einem Einbruch um zwei Drittel im Vorjahreszeitraum. Trotz eines erneuten Absatzrückgangs in China sank der Umsatz nur leicht um 3,3 Prozent auf 32 Milliarden Euro. Konzernchef Ola Källenius kündigte für das zweite Halbjahr weitere Verbesserungen bei Kosten und Produktivität an.

Auch Rheinmetall legte überdurchschnittlich zu und gewann 3,4 Prozent. Anleger hoffen, dass der Rüstungstitel seinen Abwärtstrend vom Januar endlich durchbrechen kann.

Der Hintergrund der Chip-Krise: Der erfolgreiche Börsengang des chinesischen Speicherchipherstellers CXMT schürt die Angst vor wachsender chinesischer Konkurrenz. „Die Chinesen zeigen, dass es günstiger und offener geht, und das legt den Finger in die Wunde

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