DAX unter Druck: Trump-Zölle belasten deutschen Aktienmarkt
Zolldrohungen von US-Präsident Trump setzen den DAX unter erheblichen Verkaufsdruck. Der deutsche Leitindex fällt unter 25.000 Punkte und droht, seinen gesamten Jahresgewinn wieder abzugeben.

Der deutsche Aktienmarkt steht weiterhin unter massivem Druck. Am Dienstag verlor der DAX 1,03 Prozent und schloss bei 24.703,12 Punkten. Damit setzt sich die Korrektur vom Rekordhoch der Vorwoche fort, als der Index noch bei 25.507 Zählern notierte.
Trump-Zölle als Belastungsfaktor
Auslöser für die anhaltende Schwäche sind erneute Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Im Streit um Grönland kündigte er Strafzölle gegen acht europäische NATO-Länder an, darunter auch Deutschland. Die Zölle sollen ab Februar greifen und zum 1. Juni weiter steigen, sofern keine Einigung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird.
Breite Marktkorrektur erfasst alle Indizes
Die Verluste beschränken sich nicht auf den DAX. Der MDAX der mittelgroßen Werte gab deutlich stärker nach und verlor 1,86 Prozent auf 30.803,23 Punkte. Auch der europäische Leitindex EuroStoxx 50 musste Federn lassen und rutschte um 0,57 Prozent auf 5.892,08 Zähler ab. Vom Rekordhoch bei über 6.000 Punkten aus der Vorwoche entfernt sich der Index damit immer weiter.
Jahresgewinn fast vollständig aufgezehrt
Besonders bitter für Anleger: Der DAX hat seinen Jahresgewinn nahezu komplett abgegeben. Nach der fulminanten Rekordjagd der vergangenen Wochen droht nun ein Jahresauftakt nach Maß zu verpuffen. Die geopolitischen Unsicherheiten lassen Investoren vorsichtig agieren.
Flucht in sichere Häfen
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur Aktienanalyse"Das geopolitische Chaos auf der Weltbühne setzt auch am zweiten Handelstag der Woche den Aktienmärkten deutlich zu und lässt Investoren in den Risk-off-Modus schalten", analysiert Christine Romar vom Broker CMC Markets die aktuelle Lage. Profiteur der Unsicherheit ist traditionell Gold, das als sicherer Hafen weiter angesteuert wird.
Ausblick bleibt angespannt
Solange die Zoll-Unsicherheit anhält, dürfte der deutsche Aktienmarkt unter Druck bleiben. Anleger warten auf konkrete Signale aus Washington, ob die Drohungen tatsächlich umgesetzt werden oder Teil einer Verhandlungstaktik sind. Bis dahin dominiert die Vorsicht das Handelsgeschehen.


