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De Beers sichert langfristige Diamantenförderung in Botswana

Neue Vereinbarung stärkt Botswanas Anteil und sichert Lizenzverlängerung bis 2054

De Beers sichert langfristige Diamantenförderung in Botswana

De Beers hat die Verhandlungen mit der Regierung von Botswana über den Verkauf von Rohdiamanten sowie die Verlängerung der Bergbaulizenzen für das dortige Joint Venture bis zum Jahr 2054 abgeschlossen. Dies teilte das zum britischen Konzern Anglo American gehörende Unternehmen am Montag mit. Der CEO von De Beers, Al Cook, erklärte, dass die Unterzeichnung des Abkommens in den kommenden Wochen erfolgen werde und die botswanische Regierung Gastgeber der Zeremonie sein werde.

Das Joint Venture Debswana, das je zur Hälfte der botswanischen Regierung und De Beers gehört, verkauft derzeit 75 Prozent seiner Produktion an De Beers. Im Jahr 2023 hatten beide Seiten eine Vereinbarung über einen Zeitraum von zehn Jahren getroffen, die vorsieht, dass der Anteil der Regierung an der Produktion schrittweise auf 50 Prozent ansteigt. Unter der Führung des damaligen botswanischen Präsidenten Mokgweetsi Masisi wurde der Vertrag jedoch nicht unterzeichnet. Nach seinem Amtsantritt im Oktober vergangenen Jahres betonte der neue Präsident Duma Boko am 23. Januar, dass er die rasche Finalisierung der Vereinbarung anstrebe.

Laut einer Erklärung von De Beers entspricht der Abschluss der Verhandlungen den im Jahr 2023 vereinbarten Bedingungen. Die Gespräche zu diesem Thema hatten im Jahr 2018 begonnen. Boko äußerte zudem, dass die Verhandlungen über eine Erhöhung des botswanischen Anteils an De Beers, der derzeit bei 15 Prozent liegt, gut vorankommen.

Anglo American plant, sich von De Beers zu trennen, um sich strategisch auf die Bereiche Kupfer- und Eisenerzabbau zu konzentrieren. Dabei sind sowohl ein Börsengang als auch ein Verkauf an einen Staatsfonds oder einen anderen strategischen Investor denkbar. Der geplante Spin-off des 137 Jahre alten Diamantenproduzenten erfolgt in einer Phase sinkender Diamantenpreise. Seit Anfang 2023 sind die Preise für Rohdiamanten laut dem Zimnisky Global Rough Diamond Price Index um rund 20 Prozent gefallen. Als Ursachen gelten die zunehmende Beliebtheit von im Labor gezüchteten Diamanten sowie eine veränderte Nachfrage jüngerer Konsumenten.

Cook zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass das Abkommen mit Botswana die Marketingstrategien des Unternehmens stärken werde. Er betonte, dass für Botswana die Möglichkeit bestehe, neue Marketingansätze zu entwickeln, indem die Herkunftsgeschichte der Diamanten in den Mittelpunkt gestellt werde.

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