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DEA verteidigt bundesweites Verbot der Cannabis-Verbindung HHC

Die US-Behörde widersetzt sich Klagen von Hanfunternehmen gegen die Einstufung von Hexahydrocannabinol als illegale Substanz.

DEA verteidigt bundesweites Verbot der Cannabis-Verbindung HHC

Die Drug Enforcement Administration (DEA) hält an ihrer Einschätzung fest, dass Hexahydrocannabinol (HHC) auf Bundesebene in den USA illegal ist. Zwei Hanfunternehmen hatten versucht, diese Feststellung der Behörde gerichtlich anzufechten – bislang ohne Erfolg. Die DEA widersetzt sich diesen Bemühungen entschieden.

Bei HHC handelt es sich um ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid, das aus Bestandteilen der Cannabispflanze gewonnen wird. Die Substanz erfreute sich in den vergangenen Jahren wachsender Beliebtheit, insbesondere in Ländern wie Deutschland, wo sie zeitweise in einem rechtlichen Graubereich vermarktet wurde. In den USA ist die rechtliche Lage nun klarer definiert.

Neuer Drogen-Code für HHC

Im vergangenen Monat erließ die DEA eine Verordnung, die HHC offiziell als Substanz der Liste I (Schedule I) gemäß dem bundesweiten Controlled Substances Act (CSA) klassifiziert. Schedule-I-Substanzen gelten nach US-amerikanischem Bundesrecht als Stoffe ohne anerkannten medizinischen Nutzen und mit hohem Missbrauchspotenzial – in diese Kategorie fallen unter anderem auch Heroin und klassisches Cannabis.

Neu an der aktuellen Verordnung ist, dass die DEA HHC nun einen eigenen, eindeutigen Drogen-Code zur Klassifizierung zuweist. Dies bedeutet: Die Behörde hatte HHC zwar bereits zuvor als illegal eingestuft, gibt der Verbindung nun aber eine spezifische, eigenständige Kennnummer im Klassifizierungssystem. Dieser Schritt dient der behördlichen Klarheit und erleichtert die Strafverfolgung.

Gegen genau diese Verordnung richten sich die separaten Klagen der beiden Hanfunternehmen. Sie fechten die Einstufung von HHC als Schedule-I-Substanz an und stellen damit die Rechtmäßigkeit des behördlichen Vorgehens in Frage. Die DEA lehnt diese Anfechtungen jedoch ab und verteidigt ihren Standpunkt.

Bedeutung für die Hanfbranche

Der Rechtsstreit ist für die gesamte Hanf- und Cannabis-Branche in den USA von erheblicher Bedeutung. Seit der Legalisierung von Hanf auf Bundesebene durch den Farm Bill im Jahr 2018 haben zahlreiche Unternehmen synthetische Cannabinoide wie HHC, Delta-8-THC oder THCO vermarktet, die aus legalem Hanf gewonnen werden. Die DEA versucht seither, diese Produkte regulatorisch einzuhegen.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Cannabis-Marktes ist dieser Rechtsstreit ein weiteres Zeichen dafür, dass die regulatorische Unsicherheit rund um synthetische Cannabinoide weltweit zunimmt. Auch in der Europäischen Union und in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren verschiedene HHC-Produkte verboten oder unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt. Die Entscheidung der DEA könnte als Signal für weitere Regulierungsbehörden weltweit gewertet werden.

Der Ausgang der laufenden Klagen der Hanfunternehmen bleibt abzuwarten. Sollten die Gerichte zugunsten der Unternehmen entscheiden, könnte dies die Klassifizierungspraxis der DEA grundlegend in Frage stellen. Bis dahin gilt HHC in den USA auf Bundesebene als illegale Substanz der Kategorie Schedule I.

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