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DEA verteidigt Verbot von synthetischem Cannabinoid HHC vor Gericht

Die US-Drogenbehörde stuft HHC als illegale Schedule-I-Substanz ein – kein legaler Hanf. Dazu: Cannabis-Studien, Preise und Politik.

DEA verteidigt Verbot von synthetischem Cannabinoid HHC vor Gericht

Die US-amerikanische Drug Enforcement Administration (DEA) hat beim Bundesgericht einen Schriftsatz eingereicht, in dem sie ihren Standpunkt verteidigt, dass das synthetische Cannabinoid Hexahydrocannabinol (HHC) eine illegale Substanz der Schedule I ist – und kein legaler Hanf. HHC ist eine chemisch veränderte Verbindung, die in den vergangenen Jahren auf dem US-Markt für Hanfprodukte weit verbreitet war. Die Einstufung als Schedule-I-Substanz bedeutet, dass die DEA dem Stoff kein anerkanntes medizinisches Potenzial zuschreibt und ihn als besonders missbrauchsgefährdet einstuft.

Dieser Rechtsstreit ist Teil einer breiteren Debatte in den USA darüber, welche Cannabinoide unter die Legalisierung von Industriehanf fallen und welche als illegale Drogen zu behandeln sind. Seit der Legalisierung von Hanf mit einem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent im Jahr 2018 haben Hersteller zahlreiche synthetische Abkömmlinge entwickelt, die sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen. Die DEA versucht nun, diese Grauzone durch gerichtliche Klarstellungen zu schließen.

Medizinisches Cannabis bei Endometriose: Neue Studienergebnisse

Eine aktuelle Studie an Frauen mit Endometriose liefert bemerkenswerte Ergebnisse: Eine Behandlung mit medizinischem Cannabis war laut den Forschern „mit anhaltenden Verbesserungen bei Schmerzen, gesundheitsbezogener Lebensqualität, Schlaf und Angstzuständen verbunden" – „mit Vorteilen, die bis zu 24 Monate anhielten, und einem günstigen Nebenwirkungsprofil". Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst und häufig starke Schmerzen verursacht.

Besonders relevant ist der Befund zur Opioid-Reduktion: Die Studie verzeichnete eine Verringerung der verschriebenen Opioide, „einschließlich einer klinisch signifikanten Reduzierung bei 26,1 Prozent der Teilnehmer nach 24 Monaten". Angesichts der anhaltenden Opioid-Krise in den USA könnte dieser Befund politische Bedeutung erlangen. Für deutsche Leser ist dies insofern relevant, als auch hierzulande medizinisches Cannabis seit 2017 verschreibungsfähig ist und die Forschungslage stetig wächst.

Hanfverbot in Texas und Marihuana-Preise in Ohio

In Texas sorgt das behördliche Vorgehen gegen Hanfprodukte für Kritik. Michael A. Davis, ein Fürsprecher für die Wiedereingliederung von Gefangenen, argumentiert in einem Gastbeitrag, dass das Verbot „mehr Raum für ungeprüfte Produkte, gefälschte Etiketten und Verkäufer schafft, die nicht zur Rechenschaft gezogen werden können". Er warnt zudem, dass es „organisierten kriminellen Netzwerken einen weiteren Markt zur Ausbeutung bieten könnte". Diese Argumentation spiegelt eine klassische prohibitionskritische Position wider, die auch in europäischen Drogenpolitikdebatten bekannt ist.

In Ohio zeigt eine aktuelle Preisanalyse, dass legales Marihuana dort deutlich teurer ist als im benachbarten Bundesstaat Michigan. Die Analyse erscheint kurz nach der Verabschiedung eines Gesetzes durch die Abgeordneten, das den Besitz von legal in einem anderen Bundesstaat erworbenem Cannabis unter Strafe stellt. Hohe Preise im legalen Markt gelten als einer der Hauptgründe, warum Konsumenten weiterhin auf den Schwarzmarkt ausweichen.

Weitere Entwicklungen auf Bundes- und Staatsebene

Auf Bundesebene erklärte US-Präsident Donald Trump den August zum Nationalen Monat für die Primärprävention von Substanzkonsum. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) beantragt beim Office of Management and Budget die Genehmigung für vorgeschlagene Änderungen an einer Hanf-Umfrage. Senator Rand Paul (R-KY) äußerte sich ebenfalls zum Thema und erklärte, er glaube nicht, dass es „irgendwie moralischer ist, ein Percocet einzunehmen, als ein Hanf-Gummibärchen, um nachts zu schlafen".

Auf Staatsebene führte Gouverneur Wes Moore von Maryland seine Massenbegnadigung im Bereich Marihuana an. In Illinois hat das Department of Financial and Professional Regulation ein neues Formular veröffentlicht, mit dem Einzelhändler für Genusscannabis eine Lizenz für den Verkauf von medizinischem Cannabis beantragen können – das zu einem deutlich niedrigeren Steuersatz angeboten wird. Die Entwicklungen zeigen, wie vielschichtig und dynamisch die Cannabis-Regulierung in den USA weiterhin bleibt.

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