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Debatte um Produktionsprozess: was gilt eigentlich als medizinisches Cannabis?

Noch immer streiten sich Länder um die gemeinsamen Herstellungs-Standards.

Debatte um Produktionsprozess: was gilt eigentlich als medizinisches Cannabis?

In den letzten 24 Monaten gab es eine deutliche Veränderung in der Welt des Cannabis. Nämlich der gesamte Markt, egal wo er existiert, wird viel mehr zertifiziert und reguliert. Die Tage der Raubkopien sind vielleicht noch nicht ganz vorbei, aber an diesem Punkt ist die Schrift an der Wand. So gut wie überall. Wie hoch dieses Maß an Regulierung sein muss, ist jedoch alles andere als homogen - selbst in Regionen wie Europa. In den Vereinigten Staaten gibt es kein nationales Regulierungsmandat, da die Reformen von Bundesstaat zu Bundesstaat erfolgten (daher variieren die Regelungen in den einzelnen Staaten stark). In der Tat wird es nach der bundesstaatlichen Reform in den USA auch eine Phase geben, in der die Märkte der Bundesstaaten gegenseitige Zertifizierungsstandards anerkennen.  Als Ergebnis der Farm Bill 2018 wird der Hanfanbau in den USA mehr oder weniger auf einen nationalen Standard sowie auf nationale Regelungen gebracht. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. In Europa ist die Diskussion um eine Angleichung der Standards in zweierlei Hinsicht bereits sehr präsent. Hier ist der Grund dafür. Während der EU-GMP-Standard einheitlich sein soll und von den Staaten im gesamten Block akzeptiert wird, ist es faktisch das importierende Land, dessen Standards erfüllt werden müssen. Die deutschen Standards sind als die höchsten in Europa anerkannt. Dies hat bereits zu Problemen für Produzenten in anderen Ländern geführt, selbst innerhalb der EU. Außerhalb dieser Region müssen die Standards von Produzenten in Ländern erfüllt werden, die spezielle Verträge mit der EU über die Anerkennung von medizinischen Standards und Verarbeitungsverfahren haben. Aber auch hier, wie in Ländern wie Australien oder Kanada, müssen deutsche Inspektoren durch die Etagen einer Anbaufläche gehen, bevor sie grünes Licht bekommen. Dies ist einer der Gründe für die Verzögerung bei der Erteilung weiterer Zertifizierungen. COVID-19 hat die Fähigkeit der besagten Inspektoren beeinträchtigt, diese wichtige Arbeit zu erledigen. Unterm Strich ist EU-GMP die Zertifizierung, auf die es ankommt, wenn es um die Regulierung der Lieferkette geht. Und selbst hier sind noch andere Faktoren im Spiel (wie regionale Verträge und die gegenseitige Anerkennung von medizinischen Standards). Alles ist immer noch schwierig in einer Welt, in der die WHO Cannabis weltweit als Schedule I-Droge beibehält. Im Allgemeinen sind die Produzenten auf der ganzen Welt jedoch bemüht, diesen Standard zu erfüllen - außer... und hier wird die Sache interessant. Wenn nicht sogar extrem kompliziert.

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