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Delaware reguliert Hanf-THC-Getränke mit neuem Gesetz

Gouverneur Matt Meyer unterzeichnete HB 373 – mit Altersgrenzen, THC-Limits und Steuerpflicht für Hanf-Getränke.

Delaware reguliert Hanf-THC-Getränke mit neuem Gesetz

Der US-Bundesstaat Delaware hat einen wichtigen Schritt zur Regulierung von Hanf-THC-Getränken unternommen. Gouverneur Matt Meyer (Demokraten) unterzeichnete den Gesetzentwurf HB 373, der von Abgeordneter Debra Heffernan (Demokraten) eingebracht wurde. Die Unterzeichnung erfolgte letzte Woche, die offizielle Bekanntgabe folgte am Dienstag.

Das neue Gesetz schafft erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen für aus Hanf gewonnene THC-haltige Getränke im Bundesstaat Delaware. Bislang bewegten sich solche Produkte in einer regulatorischen Grauzone, die nun durch klare Regeln ersetzt wird. Der Schritt gilt als bedeutsam für die gesamte Hanf-Branche in den USA.

Klare Grenzen für THC-Gehalt und Verkauf

Das Herzstück des Gesetzes sind konkrete Beschränkungen für Inhalt und Vertrieb der Produkte. Der Verkauf von Hanf-THC-Getränken ist künftig ausschließlich an Personen ab 21 Jahren erlaubt – analog zu den Regelungen für Alkohol in den USA. Diese Altersgrenze soll den Zugang für Minderjährige wirksam verhindern.

Darüber hinaus legt das Gesetz strenge Obergrenzen für den Wirkstoffgehalt fest. Pro Einzelportionsbehälter sind maximal 10 Milligramm Delta-9-THC erlaubt. Zudem gilt eine Gesamtobergrenze von 60 Milligramm pro Gebinde. Delta-9-THC ist der psychoaktive Hauptwirkstoff der Cannabispflanze, der für den berauschenden Effekt verantwortlich ist.

Neben den Konzentrationsgrenzen sieht das Gesetz auch eine Besteuerung der Produkte vor. Damit folgt Delaware einem Trend, den andere US-Bundesstaaten bereits eingeschlagen haben: Hanf-Derivate ähnlich wie Alkohol oder Tabak steuerlich zu erfassen und regulatorisch einzubetten.

Hintergrund: Hanf-THC-Getränke im US-Markt

Hanf-basierte THC-Getränke haben in den vergangenen Jahren in den USA stark an Popularität gewonnen. Durch den sogenannten Farm Bill von 2018 wurde Hanf auf Bundesebene legalisiert, sofern der Delta-9-THC-Gehalt unter 0,3 Prozent der Trockenmasse liegt. Hersteller nutzten diese Regelung, um Getränke mit konzentrierten Hanf-Extrakten zu produzieren, die dennoch spürbare psychoaktive Wirkungen entfalten können.

Dies führte in vielen Bundesstaaten zu einer unübersichtlichen Marktsituation, da spezifische Regelungen für solche Produkte fehlten. Delaware reagiert nun mit dem Gesetz HB 373 auf diesen Regulierungsbedarf und positioniert sich als einer der Bundesstaaten, die aktiv Verbraucherschutz und Marktordnung in diesem wachsenden Segment durchsetzen.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Cannabis-Marktes ist die Entwicklung in Delaware ein weiteres Zeichen dafür, dass die USA zunehmend differenzierte Regulierungsansätze für Hanf- und Cannabis-Produkte entwickeln. Solche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten als wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Marktentwicklung und könnten als Vorbild für andere Bundesstaaten dienen.

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