Delta Air Lines übertrifft Q1-Erwartungen trotz gemischtem Ausblick
Delta Air Lines schlägt im ersten Quartal die Analystenschätzungen, doch die Gewinnprognose für Q2 enttäuscht die Wall Street.

Delta Air Lines hat im ersten Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der in Atlanta ansässige Luftfahrtkonzern erzielte einen Gewinn von $0,64 pro Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von $0,61. Der Umsatz belief sich auf $14,2 Milliarden und lag damit ebenfalls über dem Analystenkonsens von $13,97 Milliarden.
Das Betriebsergebnis für das erste Quartal betrug $652 Millionen bei einer operativen Marge von 4,6 Prozent. CEO Ed Bastian zeigte sich zufrieden mit den Resultaten: „Die Ergebnisse von Delta unterstreichen die Stärke unserer Marke und die Beständigkeit unseres finanziellen Fundaments. Wir haben einen Gewinn erzielt, der mehr als 40 Prozent über dem des Vorjahres lag, trotz eines erheblichen Anstiegs der Treibstoffkosten und betrieblicher Störungen in der gesamten Branche."
Aktie profitiert von Ölpreisrückgang
Die Delta-Aktie legte am Mittwoch bereits vor der Ergebnisveröffentlichung kräftig zu. Auslöser war die Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran, die die Ölpreise einbrechen ließ und Aktien von Fluggesellschaften branchenweit beflügelte. Um 09:39 Uhr ET notierte das Papier mehr als 10 Prozent im Plus. Für Fluggesellschaften sind sinkende Ölpreise besonders bedeutsam, da Treibstoff einer der größten Kostenfaktoren im Luftverkehr ist.
Trotz der starken Q1-Zahlen fiel der Ausblick auf das zweite Quartal gemischt aus. Delta prognostiziert für Q2 einen Gewinn pro Aktie (EPS) zwischen $1,00 und $1,50 – deutlich unter der Wall-Street-Schätzung von $1,70. Die operative Marge wird zwischen 6 und 8 Prozent erwartet. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Gesamtumsatzes im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.
Kapazitätswachstum wird zurückgenommen
Als Reaktion auf das schwierige Treibstoffumfeld kündigte Delta an, das gesamte geplante Kapazitätswachstum für das zweite Quartal zurückzunehmen. Das Angebot soll im Vergleich zum ursprünglichen Plan um etwa 3,5 Prozentpunkte gekürzt werden. Bastian erläuterte die Strategie: „Die Nachfrage bleibt stark, und wir ergreifen Maßnahmen, um unsere Margen und unseren Cashflow zu schützen. Dazu gehört eine deutliche Reduzierung des Kapazitätswachstums mit einer Tendenz nach unten, bis sich das Treibstoffumfeld verbessert, sowie ein schnelles Handeln, um die höheren Treibstoffkosten wieder einzuspielen."
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Zur AktienanalyseDie Analysten der Bank of America bewerteten den Umsatzausblick positiv. „DAL prognostiziert für das zweite Quartal ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich bei gleichbleibender Kapazität. Dies impliziert, dass auch die Einheitserlöse im niedrigen zweistelligen Bereich steigen werden, was deutlich über unserer Einschätzung der Erwartungen der Anleger im hohen einstelligen Bereich liegt", so die Analysten. Sie hoben zudem hervor: „Die Weitergabe der Treibstoffkosten über die Umsätze ist der Schlüssel in dieser Berichtssaison, und der Ausblick von DAL zeigt, dass das Unternehmen dies umsetzt."
Die Prognose für das zweite Quartal basiert auf der Terminkurve für Treibstoff zum 2. April und beinhaltet einen Raffinerievorteil von rund $300 Millionen. Daraus ergibt sich ein prognostizierter Gesamttreibstoffpreis von etwa $4,30 pro Gallone für das zweite Quartal. Für Anleger bleibt die Entwicklung der Energiepreise damit ein zentraler Faktor bei der Bewertung der weiteren Geschäftsentwicklung von Delta.


