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Detroit-Autobauer schreiben 50 Milliarden Dollar auf E-Autos ab

General Motors, Ford und Stellantis korrigieren ihre Elektrostrategie nach massivem Nachfrageeinbruch im vierten Quartal.

Detroit-Autobauer schreiben 50 Milliarden Dollar auf E-Autos ab

Die drei großen Autohersteller aus Detroit stehen vor einem beispiellosen Rückschlag in ihrer Elektromobilitätsstrategie. General Motors, Ford und Stellantis haben zusammen Abschreibungen in Höhe von mehr als 50 Milliarden Dollar angekündigt – ein deutliches Zeichen dafür, dass die hochfliegenden Pläne der vergangenen Jahre auf die harte Realität des Marktes treffen.

Der Absatz von Elektrofahrzeugen brach im vierten Quartal um mehr als 30 Prozent ein. Als Hauptgrund gilt das Auslaufen einer staatlichen Steuergutschrift in Höhe von 7.500 Dollar im September, die zuvor den US-Absatz erheblich angekurbelt hatte. Selbst bekannte Modelle wie der Tesla Cybertruck oder Fords viel beworbener Elektro-Pickup verzeichneten deutliche Nachfragerückgänge.

Die Autohersteller rechnen nicht mit einer schnellen Erholung der Nachfrage. Nach jahrelangen Investitionen in die E-Mobilitäts-Technologie müssen die Konzerne nun ihre Strategien grundlegend überdenken. Die massiven Abschreibungen zeigen, dass viele der geplanten Projekte und Produktionskapazitäten nicht mehr wirtschaftlich darstellbar sind.

Unterschiedliche Reaktionen der Hersteller

General Motors hält trotz der schwierigen Marktlage weitgehend an seiner Elektrostrategie fest, wenn auch in kleinerem Maßstab. Das Unternehmen plant beispielsweise weiterhin den Bau großer Elektro-Trucks und musste weniger Projekte streichen als die Konkurrenz. Die GM-Aktie legte zuletzt um 0,14 Prozent zu.

Ford hingegen vollzieht eine deutliche Kurskorrektur. Der Konzern, dessen Aktie um 1,08 Prozent stieg, passt seine E-Mobilitätspläne substanziell an die veränderten Marktbedingungen an. Auch Stellantis, der Mutterkonzern von Jeep, überarbeitet seine Strategie grundlegend. Die Stellantis-Aktie verzeichnete ein Plus von 3,67 Prozent.

Für deutsche Anleger zeigt sich hier ein Trend, der auch europäische Hersteller betreffen könnte. Die Abhängigkeit von staatlichen Förderungen und die Herausforderung, Elektrofahrzeuge zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten, bleiben zentrale Themen der Branche.

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