ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Deutsche Bahn unter Cyberangriff: BSI warnt vor Propaganda-Effekt

Massive DDoS-Attacke legt Buchungssysteme lahm – Behörde sieht gezielte Verunsicherungsstrategie

Deutsche Bahn unter Cyberangriff: BSI warnt vor Propaganda-Effekt

Die Deutsche Bahn kämpft seit Dienstag gegen einen massiven Cyberangriff. Die Attacke traf die Buchungs- und Auskunftssysteme des Staatskonzerns mit erheblicher Wucht. Sowohl die App "DB-Navigator" als auch die Website bahn.de waren zeitweise nicht erreichbar.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ordnet den Vorfall in einen größeren Kontext ein. Solche DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) zielen darauf ab, ein Gefühl der Verwundbarkeit zu erzeugen. Bei dieser Angriffsmethode werden Server mit einer Flut von Anfragen überlastet, bis sie für normale Nutzer nicht mehr erreichbar sind.

Zunahme seit Ukraine-Krieg

Die Sicherheitsbehörde verzeichnet seit dem russischen Angriff auf die Ukraine eine deutliche Zunahme solcher Attacken in Deutschland. "Häufiger sind öffentlichkeitswirksame DDoS-Angriffe, die auch oder insbesondere zu Propagandazwecken eingesetzt werden", erklärt das BSI. In vielen Fällen erfolgen sie als Reaktion auf politische Maßnahmen wie die Unterstützung der Ukraine.

Die Motivation hinter den Angriffen variiert. Während einige Kriminelle Unternehmen erpressen wollen, steht bei anderen die öffentliche Wirkung im Vordergrund. Die Deutsche Bahn betont, dass die aktuelle Attacke gezielt und in mehreren Wellen erfolgte.

Keine gestohlenen Kundendaten

Die Abwehrmechanismen der Bahn griffen nach eigenen Angaben. Kundendaten seien nicht kompromittiert worden, versichert ein Konzernsprecher. Das Ausmaß der Attacke bezeichnete das Unternehmen als "erheblich".

Das BSI steht mit der Deutschen Bahn im Austausch, die technische Abwehr muss jedoch das betroffene Unternehmen selbst leisten. Die Behörde stellt dafür eine Liste qualifizierter Dienstleister bereit. Gleichzeitig warnt das BSI davor, den gewünschten Propaganda-Effekt solcher Angriffe zu unterschätzen – genau das sei oft das eigentliche Ziel der Angreifer.

Deutsche BahnCyberangriffDdos-AttackeBSIIt-Sicherheit

Disclaimer