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Deutsche Bank beendet Geschäftsbeziehung mit René Benko

Schlechte Aussichten wegen der Verwicklung des Immobilienmilliardärs in eine Korruptionsuntersuchung

Deutsche Bank beendet Geschäftsbeziehung mit René Benko

Die Deutsche Bank hat die Geschäftsbeziehungen zu einem der erfolgreichsten Immobilienentwickler Europas aufgrund von Bedenken bezüglich seiner Beteiligung an einer weitreichenden Korruptionsuntersuchung gekappt. René Benko, der österreichische Immobilienmilliardär, der Selfridges in London, das Chrysler Building in New York und das deutsche Warenhaus KaDeWe mitbesitzt, wurde im vergangenen Jahr von der Deutschen Bank abgeschnitten, so drei Insider. Die einzige verbleibende Bankverbindung von der Bank zu Benkos 24-Milliarden-Euro-Immobilienimperium steht im Zusammenhang mit dem deutschen Kaufhaus Galeria Kaufhof, das im Oktober Insolvenz angemeldet hat.

Im Oktober wurde Benko von Ermittlern als Verdächtiger in einer langjährigen Korruptionsuntersuchung in Österreich genannt, die prominente Geschäftsleute und Politiker erfasste. Die Ermittlung führte zum Rücktritt des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz, einem engen Verbündeten von Benko, im Jahr 2021. Benkos Verwicklung in den Fall wurde öffentlich, nachdem die Polizei den Hauptsitz von Signa, Benkos Unternehmen, durchsucht hatte.

Signa und Benko haben jede Beteiligung an den Vorwürfen bestritten. Im vergangenen Monat wurde Benko von Vorwürfen in einer separaten Bestechungsuntersuchung gegen ihn und andere Immobilienentwickler freigesprochen. Deutsche Bank äußerte sich nicht zu den Geschäftsbeziehungen zu Benko.

Die Deutsche Bank hat jedoch in der Vergangenheit Geschäftsdienstleistungen für Signa erbracht und dazu beigetragen, die Gruppe zu beraten und zu finanzieren. So war die Bank beispielsweise der gemeinsame Bookrunner für eine grüne Anleihe in Höhe von 300 Millionen US-Dollar, die Signa 2021 herausgab, und erbrachte Bankdienstleistungen für Benko persönlich.

Der Schritt, die Verbindungen zu Benko abzubrechen, erfolgt, da die Deutsche Bank versucht, ihre Beziehungen zu Kunden zu reduzieren, die mit einem Reputationsschaden verbunden sein könnten. Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bank beispielsweise Hertha Berlin als Kunden abgesetzt, da der Bundesligaverein Verbindungen zum Finanzier Lars Windhorst hatte.

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