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Deutsche Bank hebt FTSE 100 Gewinnprognose auf 18% an

Starke Halbjahresergebnisse und breite Übertreffungsrate überzeugen die Strategen der Deutschen Bank.

Deutsche Bank hebt FTSE 100 Gewinnprognose auf 18% an

Die Deutsche Bank hat ihre Prognose für das Gewinnwachstum des FTSE 100 im Gesamtjahr auf 18% angehoben. Auslöser ist eine starke Berichtssaison für das erste Halbjahr, in der sich das Gewinnwachstum trotz geopolitischer Unsicherheit auf 17% im Jahresvergleich beschleunigte und sequenziell sogar um 21% zulegte. Die Ergebnisse übertrafen die Konsensschätzungen insgesamt um 5%.

Besonders bemerkenswert: 78% der im FTSE 100 gelisteten Unternehmen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Laut den Strategen um Francesca Mazzali war diese Übertreffungsrate breit über verschiedene Sektoren gestreut. Versorger und Industrieunternehmen verzeichneten dabei die höchsten Zuwächse. Lediglich der Immobiliensektor verfehlte die Erwartungen – wenn auch nur geringfügig.

Energiesektor als Wachstumsmotor

Der Energiesektor stach in der Halbjahresbilanz besonders hervor. Die Gewinne stiegen hier im Jahresvergleich um beeindruckende 82% und trugen damit mehr als 10 Prozentpunkte zum Gesamtwachstum des Index bei. Auch der Rohstoffsektor (Basic Materials) leistete einen bedeutenden Beitrag und steuerte neben soliden Zuwächsen bei Versorgern und im Gesundheitswesen mehr als 4 Prozentpunkte zum Wachstum im ersten Halbjahr bei.

Doch das Wachstum außerhalb des Energiesektors war laut den Deutschen-Bank-Strategen „widerstandsfähiger als befürchtet". Es beschleunigte sich auf 8% im Jahresvergleich und übertraf damit die bankeigene Prognose von 5%, die bereits über dem Marktkonsens gelegen hatte. Der einzige Sektor, der das Ergebnis belastete, war der Bereich der zyklischen Konsumgüter (Consumer Discretionary).

Das Umsatzwachstum zeichnete ein ähnlich positives Bild: Es stieg im Jahresvergleich um 12% – die stärkste Rate seit 2023 – und übertraf die Prognosen ebenfalls um 5%. Energie und Rohstoffe machten erneut den Großteil des Zuwachses aus.

Ausblicke stützen den Optimismus

Auch die Unternehmensausblicke (Guidance) untermauern den Optimismus der Deutschen Bank. Von 63 erfassten Prognosekommentaren hoben 17 Unternehmen ihre Ziele an, während lediglich 5 Herabstufungen vorgenommen wurden. Die Anhebungen konzentrierten sich auf Finanz- und Industriewerte. Die wenigen Herabstufungen verteilten sich über verschiedene Sektoren, was laut den Strategen „eher auf unternehmensspezifische Gründe als auf branchenweite Muster hindeutet".

Der Marktkonsens erwartet nun, dass die Gewinne im FTSE 100 in diesem Jahr um 17% steigen werden – das stärkste Tempo seit 2022. Die Schätzungen für das Geschäftsjahr 2026 kletterten allein im letzten Monat um mehr als 1%. Die revidierte Prognose der Deutschen Bank impliziert für das zweite Halbjahr ein Gewinnwachstum von 18% im Jahresvergleich, beziehungsweise 13% ohne Berücksichtigung des Energiesektors.

Kursreaktionen und Positionierung

Die Kursreaktionen auf die Ergebnisse waren laut den Strategen „nach oben verzerrt". Starke Übertreffungen bei Basiskonsumgütern (Staples) und Rohstoffen wurden am stärksten vom Markt belohnt. Finanzwerte verzeichneten trotz solider Ergebnisse nur geringfügige Kursgewinne – ein Umstand, den die Strategen als mögliches Zeichen einer „bereits hohen Positionierung im Sektor" werten.

Eine Ausnahme bildeten Telekommunikationswerte, die am Berichtstag leicht abgestraft wurden, obwohl sie teilweise die Erwartungen übertrafen. Die Deutschen-Bank-Strategen erklärten abschließend, sie blieben für das zweite Halbjahr im Vergleich zum Konsens „positiver für die Seite ohne Energie" gestimmt. „Höhere Gewinne stützen höhere Indexziele, die wir in unserem nächsten Ausblick erneut prüfen werden", fügten sie hinzu.

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