ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Deutsche Telekom führt DAX: Aktienrückkauf begeistert Anleger

Die T-Aktie springt fast sieben Prozent nach oben – ein aufgestocktes Rückkaufprogramm und solide Quartalszahlen sorgen für Euphorie.

Deutsche Telekom führt DAX: Aktienrückkauf begeistert Anleger

Die Deutsche Telekom sorgt für den stärksten Kursanstieg im DAX: Die T-Aktie legt am frühen Nachmittag um knapp sieben Prozent zu und setzt sich damit klar an die Spitze des deutschen Leitindex. Auslöser der Kursrally ist die Ankündigung, das laufende Aktienrückkaufprogramm um drei Milliarden Euro auf insgesamt fünf Milliarden Euro aufzustocken. Für Anleger, die in den vergangenen Monaten erhebliche Kursverluste hinnehmen mussten, kommt die Nachricht zur rechten Zeit.

Konzernchef Tim Höttges zeigte sich zufrieden mit der operativen Entwicklung: „Unsere Geschäfte laufen weiter rund", kommentierte er die Ergebnisse für das zweite Quartal. Auf Konzernebene steigerte die Telekom den Umsatz um 4,4 Prozent auf 29,93 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn kletterte um 7,5 Prozent auf 11,82 Milliarden Euro. Beide Kennzahlen bewegten sich im Rahmen der Markterwartungen.

Starke Cashflow-Entwicklung und angehobene Jahresziele

Finanzchef Christian Illek betonte im Ausblick, das Unternehmen liege auf Kurs, die angestrebte jährliche Steigerung des Betriebsergebnisses um vier bis fünf Prozent bis 2027 zu erreichen. Der freie Cashflow – ein zentraler Gradmesser für die künftige Dividendenhöhe – legte um 3,1 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro zu. Darüber hinaus hob die Telekom ihr Gesamtjahresziel für den Mittelzufluss auf rund 20 Milliarden Euro an, nach zuvor mehr als 19,8 Milliarden Euro.

Damit folgt der Bonner Konzern dem Beispiel seiner US-Tochter T-Mobile, die ihre Prognose dank der wachsenden Beliebtheit hochpreisiger Tarife ebenfalls nach oben korrigiert hatte. Höttges rechnete vor, dass Aktienrückkäufe und Dividenden zusammen im Jahr 2026 bis zu zehn Milliarden Euro für die Aktionäre ergeben würden. Für 2025 hatte die Telekom bereits einen Euro je Aktie ausgeschüttet.

Operativ verlief das Quartal nicht durchweg positiv. Die Konzernsparte Magenta profitierte von der Fußball-WM und gewann eine Million neue Kunden hinzu. Die IT-Dienstleistungstochter T-Systems enttäuschte hingegen: Deren Auftragseingang schrumpfte um 6,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

Analysten loben Bewertung, Fusionsspekulationen bleiben offen

DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger kommentierte den Aktienrückkauf positiv: „Die Ausgangslage einer historisch niedrigen Bewertung in Verbindung mit einer soliden Bilanz ohne zu hohe Verschuldung bildet eine hervorragende Ausgangslage für die Aktion." Tatsächlich hatte die T-Aktie in den vergangenen Monaten zeitweise rund 30 Prozent ihres Wertes eingebüßt – vor allem wegen Sorgen um mögliche Fusionspläne mit der US-Tochter T-Mobile US.

Zu den seit Monaten kursierenden Spekulationen über eine solche Fusion äußerte sich Höttges erneut nicht. Strategisch würde eine Fusion die Stellung im US-Markt stärken – an T-Mobile US hält die Telekom mit rund 53 Prozent die Mehrheit. Eine Holding-Konstruktion könnte dem Konzern helfen, die Mehrheitsposition abzusichern, sollten im US-Markt größere Transaktionen nötig werden. Bislang haben jedoch sowohl Anleger als auch das T-Mobile-Management den Plänen eine Absage erteilt. Besonders US-Investoren zeigen sich skeptisch, da sie sich über eine Holding auch am vergleichsweise wachstumsschwächeren europäischen Geschäft beteiligen würden.

Starlink als neuer Wettbewerber – Höttges bleibt gelassen

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Thema Wettbewerb durch eine Ankündigung von SpaceX: Die Satellitentochter des Weltraumkonzerns gab bekannt, in den USA ein eigenes Mobilfunkgeschäft aufbauen und Kunden von T-Mobile sowie den Konkurrenten AT&T und Verizon abwerben zu wollen. SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell sprach im Rahmen der jüngsten Geschäftszahlen von einem „echten Mobilfunkdienst".

Höttges reagierte gelassen auf die Ankündigung. Funksignale von Satelliten seien nicht stark genug, um in Gebäuden zuverlässige Verbindungen zu garantieren, erläuterte er. Zudem verfüge Starlink bislang nur über einen Bruchteil der notwendigen Frequenzkapazitäten. Mobilfunk über Satellit sei vor allem in ländlichen Gebieten eine sinnvolle Ergänzung – existenzielle Sorgen bereite ihm die Ankündigung nicht.

Im Bereich Infrastruktur baut die Telekom derweil ein neues Rechenzentrum bei München – in Kooperation mit Nvidia und mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro. Zum Vergleich: Tech-Giganten wie Google, Microsoft oder Amazon haben bereits hunderte Milliarden in Rechenzentren investiert.

Insgesamt tendiert der DAX zur Mittagszeit kaum verändert nahe der Marke von 26.200 Punkten. Neben der Telekom fällt die Siemens-Aktie auf – sie gehört zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex.

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