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Deutschland zwischen Streiks, US-Zöllen und China-Diplomatie

Arbeitsunruhen, enttäuschende Unternehmensprognosen und eskalierender Handelsstreit belasten die deutsche Wirtschaft gleich auf mehreren Fronten.

Deutschland zwischen Streiks, US-Zöllen und China-Diplomatie

Deutschland steht vor einer seltenen Gleichzeitigkeit von Belastungen: Verdi hat einen bundesweiten 48-stündigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr ausgerufen, der von Freitagmorgen bis Sonntagmorgen nahezu alle Bundesländer erfasst – lediglich Niedersachsen ist aufgrund einer Friedenspflicht ausgenommen. Rund 100.000 Beschäftigte fordern kürzere Arbeits- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Es ist bereits die zweite große Streikwelle in dieser Tarifrunde – Anfang Februar hatten ähnliche Aktionen für Verkehrschaos und erhöhte Taxinachfrage gesorgt.

An den Börsen sorgte Fresenius Medical Care für Ernüchterung. Der Dialysespezialist prognostizierte ein weitgehend stagnierendes Umsatzwachstum und ein operatives Ergebnis, das im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen oder sinken könnte. Analysten hatten zuvor 4,3 % Umsatzwachstum und 1 % operatives Gewinnwachstum erwartet. Die Aktie verlor daraufhin 5,9 % und tilgte sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn 2026.

Auch Union Investment meldete gemischte Zahlen: Das operative Ergebnis sank auf 1,19 Milliarden Euro, obwohl das verwaltete Vermögen einen Rekordwert von 534,6 Milliarden Euro erreichte. Netto-Abflüsse von 3,1 Milliarden Euro aus offenen Immobilienfonds – Folge des „enormen Zinsschocks

FinanzenMarktbericht

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