ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Deutz erfindet sich radikal neu

Vom Diesel-Motorenbauer zum internationalen Anbieter für Generatoren, Rüstungsgeschäft und Serviceleistungen

Deutz erfindet sich radikal neu

Der Motorenherhersteller Deutz, einst eine der tragenden Säulen der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie, befindet sich derzeit in einer Phase tiefgreifenden Wandels. Unter der Leitung des seit drei Jahren amtierenden Vorstandschefs Sebastian Schulte erlebt das Unternehmen einen Kurswechsel, der mit einer radikalen Neuausrichtung einhergeht. Deutz, dessen Historie bis ins Jahr 1864 zurückreicht und dessen Gründer Nicolaus Otto den nach ihm benannten Ottomotor entwickelte, musste in den letzten Jahrzehnten erhebliche Einschnitte und Rückschläge verkraften. Doch Schulte versucht nun, den langjährigen Stillstand hinter sich zu lassen.

Sebastian Schulte, ehemaliger Spitzensportler und erfahrener Manager, setzt dabei auf strategische Klarheit und entschlossene Maßnahmen. Unter seiner Führung bewegt sich das Unternehmen weg von der ausschließlichen Fokussierung auf traditionelle Dieselmotoren für Baumaschinen, Traktoren und Stromgeneratoren und orientiert sich stärker an neuen Wachstumsfeldern. Bis 2030 strebt Deutz eine Umsatzverdopplung auf vier Milliarden Euro an und intensiviert dafür unter anderem seine Aktivitäten im Servicebereich sowie im lukrativen Markt der Generatorentechnik. Ein Beispiel hierfür ist der erfolgreiche Einstieg in das Generatorengeschäft mit dem Kauf des amerikanischen Herstellers Blue Star im Jahr 2024.

Neben neuen Geschäftsfeldern gewinnt auch das Rüstungsgeschäft an Bedeutung. Deutz sieht großes Potenzial in der Wartung und Modernisierung alter Militärfahrzeuge, insbesondere im osteuropäischen Raum. Gerade dort, so argumentiert Schulte, könnten Tausende Fahrzeuge aus der Sowjetzeit mit Deutz-Technik wieder einsatzfähig gemacht werden. Zugleich bleibt das Unternehmen jedoch den traditionellen Dieselmotoren treu, da diese trotz fortschreitender Elektrifizierung aufgrund ihrer Robustheit und Langlebigkeit weiterhin gefragt seien.

Ein wesentlicher Baustein des Wandels vollzieht sich auch am traditionsreichen Standort Ulm. Dort ist Deutz inzwischen verstärkt im Bereich Service und Reparatur aktiv. Ulm übernimmt zudem die Produktion kleinerer Motorenserien, für die das Hauptwerk in Köln-Porz nicht mehr ausgelegt ist. Dieser Ansatz, bestehende Strukturen effizient zu nutzen und zugleich Neues zu entwickeln, hat bereits Früchte getragen. So wuchs allein der Umsatz des Servicegeschäfts zwischen 2020 und 2024 von rund 350 Millionen Euro auf 512 Millionen Euro an.

Auch Kooperationen mit bedeutenden Partnern wie Daimler Truck und dem indischen Landmaschinenhersteller Tafe zeigen Schultes neuen strategischen Ansatz. Die Zusammenarbeit mit Daimler Truck sieht etwa die Übernahme des Vertriebs einzelner Motorenklassen vor, während mit Tafe Motoren in Lizenz gebaut werden sollen. Beide Partnerschaften sind Teil einer klaren Strategie, durch neue Märkte und Allianzen langfristiges Wachstum und profitablere Geschäftsfelder zu erschließen.

DeutzSanierungManagement

Disclaimer