Digitalisierung und ihr Energiehunger
Rechenzentren, CO2-Emissionen und der Weg zur Nachhaltigkeit

Die Digitalisierung hat sich als entscheidender Faktor in unserer modernen Gesellschaft etabliert. Sie verändert nicht nur die Art und Weise, wie wir kommunizieren, arbeiten und leben, sondern hat auch einen signifikanten Einfluss auf den Energieverbrauch. Wer hätte gedacht, dass das Streamen eines Films oder das Posten eines Fotos auf Social Media einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt? Hinter diesen alltäglichen Aktionen stehen riesige Rechenzentren, die enorme Mengen an Strom benötigen.
Die Vorteile der Digitalisierung, insbesondere im Hinblick auf Energieeinsparungen in den Bereichen Gebäude, Industrie und Verkehr, sind unbestritten. Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Der ständig wachsende Bedarf an digitalen Diensten treibt den Energieverbrauch von Rechenzentren in die Höhe. Untersuchungen des Borderstep Instituts haben ergeben, dass der Energiebedarf von Rechenzentren seit 2010 mehr als verdoppelt hat. Erschreckenderweise verbrauchen einige der neuesten Rechenzentren mehr Strom als ganze Großstädte in Deutschland. Diese massive Energieaufnahme hat unweigerlich Auswirkungen auf die Umwelt.
Es sind nicht nur die großen Rechenzentren, die viel Strom verbrauchen. Selbst leistungsstarke Computer, wie sie an den Hochschulen des Saarlandes für Forschungsberechnungen verwendet werden, sind enorme Stromverbraucher. Die meisten von uns denken nicht darüber nach, aber selbst eine scheinbar harmlose Google-Suche erzeugt etwa 15 Gramm CO2. Jedes Mal, wenn wir eine Serie oder einen Film streamen, tragen wir indirekt zur CO2-Emission bei, die durch die Rechenzentren im Hintergrund erzeugt wird.
Trotz dieser alarmierenden Fakten gibt es Hoffnung. Experten sind sich einig, dass IT-Technologie nachhaltiger werden muss. Schon heute gibt es positive Entwicklungen, wie zum Beispiel die verbesserte Hardware in unseren Smartphones, die weniger Energie benötigt. Aber auch auf Software-Ebene gibt es noch viel zu tun. Eine weitere Lösung könnte darin bestehen, Rechenzentren mit Ökostrom zu betreiben und ihre Abwärme effizient zu nutzen. In Frankfurt beispielsweise wird die Abwärme eines Google-Rechenzentrums genutzt, um über tausend Haushalte zu heizen.
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Zur AktienanalyseZukünftige Maßnahmen sind bereits in Planung. Ab 2027 müssen neue Rechenzentren in Deutschland klimaneutral arbeiten. Große Technologieunternehmen wie Apple und Google haben bereits Schritte in diese Richtung unternommen. Für kleinere Rechenzentren mag der Weg zur Klimaneutralität herausfordernder sein, aber Experten sind überzeugt, dass es machbar ist.


