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Digitalisierung verändert Finanzabteilungen grundlegend

Automatisierung, Fachkräftemangel und neue Technologien prägen den Wandel der Finanzfunktion

Digitalisierung verändert Finanzabteilungen grundlegend

Die Digitalisierung verändert die Arbeitsweise in Finanzabteilungen grundlegend und fordert von den Mitarbeitenden ein besseres Verständnis für Technologien. Insbesondere in Kreditinstituten, Versicherungsunternehmen und Vermögensverwaltern ist dieser Wandel bereits im Gange, wie eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt. Die Mehrheit der Unternehmen plant, in den kommenden drei bis fünf Jahren ihre digitalen Kompetenzen auszubauen, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Dabei stehen analytische, technische und strategische Fähigkeiten im Vordergrund.

Ein zentrales Ziel der Digitalisierung in Finanzabteilungen ist die Standardisierung und Optimierung der Finanzprozesse, begleitet von einem hohen Automatisierungsgrad. Laut der Umfrage setzen bereits 74 Prozent der befragten Unternehmen Technologien wie Process Mining oder Machine Learning ein, um ihre Abläufe zu optimieren. Auch der Aufbau einer einheitlichen Finanzarchitektur auf Konzernebene wird von über 60 Prozent der Finanzdienstleister angestrebt. Diese Struktur soll dabei helfen, Daten transparent zu ordnen und ihre Auswertung zu verbessern.

Besonders großen Modernisierungsbedarf sehen die Unternehmen im Bereich des Reportings. Ein flexibles Reporting ermöglicht es, jederzeit aktuelle Auswertungen vorzunehmen, die für unternehmerische Entscheidungen von großer Bedeutung sind. Die Hauptmotivation für die Modernisierung der Prozesse liegt für 91 Prozent der befragten Unternehmen in der Steigerung der Effizienz. Daneben spielen Regulatorik und Kostensenkung, jeweils von 64 Prozent der Unternehmen genannt, eine wichtige Rolle. Auch die Integration und Harmonisierung der Prozesse wird als bedeutender Grund angeführt.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung verändert sich die Rolle der Finanzabteilung. Sie übernimmt zunehmend die Aufgabe, die gesammelten Daten zu analysieren, zu interpretieren und in Prognosen umzuwandeln, um verschiedene Zukunftsszenarien zu entwickeln. Diese Informationen unterstützen Unternehmen dabei, sich strategisch auf kommende Herausforderungen vorzubereiten.

Eine große Herausforderung bei der Digitalisierung der Finanzfunktion stellt der Fachkräftemangel dar. Rund 80 Prozent der Befragten sehen das Personal als entscheidenden Faktor für den Erfolg. Vor allem der hohe Anteil an manuellen Tätigkeiten, das fehlende Fachwissen in neuen Technologien sowie der begrenzte Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften stellen große Hürden dar. Um dem entgegenzuwirken, müssen Unternehmen in Automatisierungstools investieren, um die Mitarbeiter von Routineaufgaben zu entlasten und deren Kapazitäten für strategisch wichtigere Aufgaben freizusetzen.

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