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Disney, AMD und Smith & Nephew: Quartalszahlen im großen Marktüberblick

Disney übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal, AMD legt dank KI-Boom stark zu, Smith & Nephew bleibt auf Kurs.

Disney, AMD und Smith & Nephew: Quartalszahlen im großen Marktüberblick

Der 7. Mai 2026 brachte Anlegern eine Fülle wichtiger Quartalsergebnisse. Im Mittelpunkt stand The Walt Disney Company, die die Erwartungen der Analysten für das zweite Geschäftsquartal deutlich übertraf. Gleichzeitig sorgte Advanced Micro Devices (AMD) mit Rekorderlösen im Bereich Rechenzentren für Aufsehen, während der Medizintechnikkonzern Smith & Nephew solide Wachstumszahlen und eine bestätigte Jahresprognose lieferte.

Disney übertrifft Erwartungen unter neuer Führung

Disney meldete für den Zeitraum Januar bis März einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 1,57 US-Dollar bei einem Umsatz von 25,2 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Konzern die Konsensschätzungen der Analysten von 1,49 US-Dollar EPS und 24,78 Milliarden US-Dollar Umsatz klar. Die Aktie legte daraufhin im vorbörslichen Handel um mehr als 4 Prozent zu.

Besondere Bedeutung kommt diesem Quartal zu, da es der erste Ergebnisbericht unter dem neuen CEO D'Amaro ist, der Bob Iger Mitte März ablöste. In einem zehnseitigen Aktionärsbrief skizzierte D'Amaro eine strategische Vision, die auf Inhaltsinvestitionen, Freizeitparkerlebnisse und den Einsatz fortschrittlicher Technologie setzt. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert er ein bereinigtes EPS-Wachstum von rund 12 Prozent sowie zweistelliges Wachstum für das Geschäftsjahr 2027.

Die Segmentergebnisse fielen unterschiedlich, aber insgesamt positiv aus. Das Unterhaltungssegment steigerte das operative Ergebnis um 6 Prozent auf 1,34 Milliarden US-Dollar, gestützt durch starke Abonnement- und Werbeeinnahmen von Disney+ und Hulu sowie den anhaltenden Erfolg von Kinofilmen wie „Zootopia 2" und „Avatar: Fire and Ash". Das Sportssegment rund um ESPN verzeichnete hingegen einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 5 Prozent auf 652 Millionen US-Dollar – bedingt durch steigende Produktionskosten und teurere Sportrechte. Das Erlebnissegment, das Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe und Konsumgüter umfasst, legte beim operativen Ergebnis um 5 Prozent zu. D'Amaro betonte, dass die Nachfrage in den US-amerikanischen Freizeitparks in Florida und Kalifornien trotz makroökonomischer Unsicherheiten robust bleibe.

AMD profitiert massiv vom KI-Boom

Advanced Micro Devices erzielte im ersten Quartal einen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 9,9 Milliarden US-Dollar deutlich. Haupttreiber war das Rechenzentrumsgeschäft, das um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar zulegte – ein klares Zeichen für die anhaltend hohe globale Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Der Bereich Client und Gaming wuchs um 23 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar.

Das bereinigte operative Ergebnis von AMD erreichte 2,5 Milliarden US-Dollar und übertraf die Schätzung von 2,4 Milliarden US-Dollar. Besonders bemerkenswert: Der freie Cashflow erreichte mit 2,6 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, und die Nettoliquidität stieg auf 8,5 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Quartal prognostiziert AMD einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden US-Dollar. Die Aktie schoss im vorbörslichen Handel um 16,5 Prozent nach oben. Analysten wiesen darauf hin, dass das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von AMD mit 42,5 deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt von 30,4 liegt – ein Zeichen für die hohen Wachstumserwartungen der Investoren.

Smith & Nephew bestätigt Jahresprognose trotz Gegenwind

Im Gesundheitssektor meldete Smith & Nephew für das erste Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 4,7 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Der britische Medizintechnikkonzern bestätigte seine Jahresprognose mit einem organischen Umsatzwachstum von 6 Prozent und einem Wachstum des Handelsgewinns von 8 Prozent. Das Orthopädiesegment verzeichnete jedoch kaum Wachstum, was das Management auf eine bewusste Zurückhaltung bei Knieersatzoperationen in den USA zurückführte – der Markt wartet auf einen wichtigen Produktlaunch im späteren Jahresverlauf.

Um das Vertrauen in den langfristigen Unternehmenswert zu unterstreichen, kündigte Smith & Nephew ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 0,5 Milliarden US-Dollar an, das innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeschlossen werden soll. Analysten hoben hervor, dass das Forward-KGV des Unternehmens von 13,1 deutlich unter dem Zehnjahresschnitt von 17,2 liegt – was für wertorientierte Anleger interessant sein könnte, wenngleich das Unternehmen selbst darauf hinwies, dass vergangene Entwicklungen keine Garantie für künftige Ergebnisse darstellen.

Fazit: Überwiegend positive Marktstimmung

Die Gesamtstimmung an den Märkten fiel angesichts dieser Berichte weitgehend positiv aus. Disney zeigt unter neuer Führung einen klaren Wachstumspfad, getragen von Streaming und Freizeitparks. AMD profitiert weiter vom strukturellen Megatrend der künstlichen Intelligenz und liefert Rekordergebnisse. Smith & Nephew bleibt trotz temporärer Schwäche im Orthopädiebereich auf Kurs. Anleger sollten diese Zahlen jedoch stets im Kontext der allgemeinen makroökonomischen Unsicherheiten bewerten, auf die sowohl Disney als auch Marktanalysten ausdrücklich hingewiesen haben.

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