Disney ernennt Parkchef Josh D'Amaro zum neuen CEO
Bob Iger übergibt nach turbulenten Jahren die Führung des Unterhaltungsriesen.

The Walt Disney Company hat Josh D'Amaro, den bisherigen Leiter der Themenpark-Sparte, zum neuen Chief Executive Officer ernannt. D'Amaro übernimmt das Amt am 18. März 2026 von Bob Iger, der das Unternehmen nach jahrzehntelanger Prägung verlässt. Die Entscheidung beendet eine monatelange Spekulationsphase über die Nachfolge an der Spitze eines der traditionsreichsten US-Konzerne.
Iger, der bereits seit den 2000er Jahren das Gesicht von Disney ist, wird bis Ende 2026 als Senior Advisor und Verwaltungsratsmitglied im Unternehmen bleiben. Sein endgültiger Abschied ist für den 31. Dezember geplant. Die Ernennung D'Amaros markiert Disneys zweiten Anlauf, einen geeigneten Nachfolger zu finden – nach dem gescheiterten Versuch mit Bob Chapek, der 2022 nach nur zwei Jahren wieder abgelöst wurde.
Der Nachfolgeprozess wurde vom Disney-Verwaltungsrat unter Leitung des ehemaligen Morgan Stanley-CEOs James Gorman koordiniert. Vier Top-Manager standen zur Auswahl: Neben D'Amaro waren ESPN-Chef Jimmy Pitaro sowie die Co-Vorsitzenden der Unterhaltungssparte, Dana Walden und Alan Bergman, im Rennen. Walden wird nun zur Präsidentin und Chief Creative Officer befördert und verantwortet künftig das Storytelling und die Content-Produktion.
Starke Zahlen aus der Parksparte
D'Amaro übernimmt Disney in einer Phase gemischter Signale. Zwar übertraf der Konzern am Montag mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten, dennoch verlor die Aktie sieben Prozent. Besonders die von D'Amaro geleitete Erlebnissparte glänzte: Erstmals knackte die Division mit Themenparks, Resorts und Kreuzfahrten die Marke von zehn Milliarden Dollar Quartalsumsatz.
Das Streaming-Geschäft entwickelt sich ebenfalls positiv, nachdem Disney jahrelang mit Verlusten in diesem Segment kämpfte. Iger zeigte sich überzeugt von den Weichenstellungen der vergangenen drei Jahre und dem eingeschlagenen Kurs für künftiges Wachstum.
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Zur AktienanalyseUnter D'Amaros Führung plant Disney die Entwicklung eines neuen Themenparks mit Resort in Abu Dhabi. Dies unterstreicht die Wachstumsambitionen in der Erlebnissparte, die als Kerngeschäft des Konzerns gilt. Die Parks-Division hat sich als besonders resilient erwiesen und trägt maßgeblich zur Profitabilität bei.
Für deutsche Investoren bleibt Disney trotz der jüngsten Kursschwäche eine der bekanntesten US-Aktien im Unterhaltungssektor. Die Frage wird sein, ob D'Amaro die Balance zwischen traditionellem Parkgeschäft und digitaler Transformation meistern kann – eine Herausforderung, an der sein Vorgänger Chapek scheiterte.


