Disney: Josh D'Amaro wird neuer CEO nach Bob Iger
Parkchef übernimmt Führung des Unterhaltungsriesen im März – Ende der jahrelangen Nachfolge-Unsicherheit

Walt Disney hat am Dienstag Josh D'Amaro zum neuen Chief Executive Officer ernannt und damit die jahrelange Unsicherheit über die Nachfolge von Bob Iger beendet. Der 54-jährige bisherige Leiter der Themenparks wird am 18. März die Führung des Unterhaltungskonzerns übernehmen.
D'Amaro gilt als langjähriger Disney-Insider und kennt das Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven. In seiner bisherigen Rolle verantwortete er das profitable Themenpark-Geschäft, das zu den wichtigsten Umsatzsäulen des Konzerns zählt. Die Ernennung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Künstliche Intelligenz und eine Konsolidierungswelle die gesamte Medienbranche grundlegend verändern.
Bob Iger, der mit 74 Jahren abtritt, hat Disney durch strategische Großübernahmen zum modernen Medienimperium geformt. Unter seiner Führung erwarb Disney die Studios Pixar, Marvel und Lucasfilm sowie große Teile von 21st Century Fox. Diese Akquisitionen legten den Grundstein für Disneys heutige Marktposition im Streaming- und Content-Geschäft.
Neue Führungsstruktur nimmt Form an
Neben D'Amaro ernannte Disney auch Dana Walden in eine Schlüsselposition. Die Co-Chefin des Unterhaltungsbereichs gilt als kreative Führungskraft und wird eine wichtige Rolle in der neuen Unternehmensführung spielen. Die Doppelspitze soll Disneys breites Portfolio aus Themenparks, Streaming-Diensten und Content-Produktion optimal steuern.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist die Personalie von großer Bedeutung, da Disney-Aktien auch hierzulande zu den beliebten US-Investments zählen. Der Konzern steht vor der Herausforderung, sein Streaming-Geschäft profitabel zu machen und gleichzeitig das traditionelle Geschäft zu modernisieren. D'Amaros Erfahrung im operativen Geschäft könnte dabei zum Vorteil werden.
Die Ernennung beendet Spekulationen über mögliche externe Kandidaten. Disney setzt damit auf Kontinuität und interne Expertise in einer Zeit des Umbruchs. Wie D'Amaro mit den Herausforderungen durch KI-Integration und verändertem Medienkonsum umgehen wird, bleibt abzuwarten.

