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Disney plant Entlassung von bis zu 1.000 Mitarbeitern

Der US-Medienkonzern startet die nächste Kostensenkungsphase – besonders die Marketingabteilung ist betroffen.

Disney plant Entlassung von bis zu 1.000 Mitarbeitern

Disney plant die nächste Runde seines Stellenabbaus und will bis zu 1.000 Mitarbeiter entlassen. Das berichtet CNBC unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die anonym bleiben wollte, da die Maßnahmen noch nicht offiziell angekündigt wurden. Zuerst hatte das „Wall Street Journal" über die geplanten Entlassungen berichtet.

Besonders hart soll es die Marketingabteilung des Konzerns treffen. Diese wurde erst im Januar neu strukturiert und unter der Leitung von Asad Ayaz zusammengefasst, der zu diesem Zeitpunkt zum Chief Marketing and Brand Officer ernannt wurde. Es ist das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass Disney das gesamte Marketing aller Sparten – Entertainment, Experiences und Sports – unter einem einzigen Marketingchef vereint. Ayaz berichtet direkt an den neuen CEO Josh D'Amaro sowie an Dana Walden, Disneys President und Chief Creative Officer.

Neuer CEO, neue Sparrunde

Die Entlassungen fallen in die Anfangsphase von Josh D'Amaros Amtszeit als CEO. D'Amaro übernahm den Spitzenposten Mitte März und war zuvor Chairman von Disney Experiences. Seine Ernennung war eine lang erwartete Entscheidung für den Medien- und Freizeitparkkonzern, der in den vergangenen Jahren eine turbulente Phase durchlebt hatte – inklusive eines Nachfolgekampfs sowie einer umfassenden Reorganisation des Geschäfts.

An seinem ersten offiziellen Arbeitstag als CEO würdigte D'Amaro ausdrücklich die Arbeit seines Vorgängers Bob Iger, der das Unternehmen durch eine seiner schwierigsten Phasen geführt hatte. Die Strukturreform der Marketingabteilung, die nun von Entlassungen betroffen sein soll, wurde noch unter Iger im Januar eingeleitet.

Igers Sanierungskurs als Ausgangspunkt

Bob Iger war Ende 2022 als Disney-CEO zurückgekehrt – rund zwei Jahre nach seinem ursprünglichen Abgang. Er übernahm das Ruder in einer kritischen Phase: Der Aktienkurs war gefallen, die Gewinne verfehlten zunehmend die Erwartungen der Analysten. Iger reagierte mit einem umfassenden Sanierungsprogramm.

Bereits im Februar 2023 kündigte Disney weitreichende Maßnahmen an: Das Unternehmen wollte die Konzernstruktur neu ordnen, Kosten in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar einsparen und insgesamt 7.000 Stellen streichen. Die nun geplanten bis zu 1.000 weiteren Entlassungen stellen die nächste Phase dieser Kostensenkungsstrategie dar.

Die Disney-Aktie reagierte auf die Berichte und notierte am Donnerstagnachmittag leicht im Minus. Für Anleger bleibt die Frage, ob der neue CEO D'Amaro den eingeschlagenen Sparkurs konsequent weiterführt und gleichzeitig das Wachstum des Konzerns vorantreiben kann.

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