Disney plant massiven Stellenabbau unter neuem CEO D'Amaro
Der Unterhaltungskonzern will in den kommenden Wochen bis zu 1.000 Stellen streichen – besonders die Marketingabteilung ist betroffen.

Disney bereitet sich auf einen umfangreichen Stellenabbau vor. Bis zu 1.000 Arbeitsplätze sollen in den kommenden Wochen gestrichen werden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Es handelt sich um eine der ersten bedeutenden Maßnahmen unter dem neuen Chief Executive Officer Josh D'Amaro.
Besonders stark betroffen sein wird die kürzlich konsolidierte Marketingabteilung des Konzerns. Die Planungen für die bevorstehenden Entlassungen begannen dabei bereits vor der offiziellen Amtsübernahme durch D'Amaro, wie Personen mit Kenntnis der Vorgänge bestätigen.
Strukturwandel im Unterhaltungsgeschäft als Treiber
Der Schritt steht im Kontext eines tiefgreifenden Wandels in der gesamten Unterhaltungsbranche. Wie viele Hollywood-Studios kämpft auch Disney mit den geringeren Gewinnen, die das Streaming-Geschäft im Vergleich zum traditionellen linearen Fernsehen abwirft. Hinzu kommen rückläufige Einspielergebnisse an den Kinokassen, die den Druck auf den Konzern weiter erhöhen.
Verschärft wird die Lage durch einen intensiven Wettbewerb durch Technologiekonzerne wie Amazon.com und Googles YouTube, die zunehmend in den Bereich der Unterhaltungsinhalte vordringen. Disney versucht daher, Mittel freizusetzen, um gezielt in digitale Geschäftsbereiche zu investieren, in denen das Unternehmen Wachstumspotenzial sieht.
Bereits mehr als 8.000 Entlassungen seit 2022
Die aktuellen Pläne sind nicht der erste Einschnitt dieser Art bei Disney. Seit der Rückkehr von D'Amaros Vorgänger Bob Iger als CEO im Jahr 2022 und dem Beginn einer umfassenden Restrukturierung hat das Unternehmen bereits mehr als 8.000 Mitarbeiter entlassen. Der nun geplante Abbau von bis zu 1.000 weiteren Stellen setzt diesen Kurs konsequent fort.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger und Beobachter des Medienmarkts verdeutlicht die Entwicklung bei Disney, wie stark der globale Strukturwandel im Unterhaltungssektor auch einen der weltweit bekanntesten Konzerne unter Druck setzt. Die Aktie des Unternehmens, die an der New Yorker Börse unter dem Kürzel DIS gehandelt wird, reagierte auf die Nachrichten mit einem leichten Kursanstieg – ein Zeichen dafür, dass Investoren die Sparmaßnahmen grundsätzlich positiv bewerten.
Die Entwicklung bei Disney spiegelt einen Trend wider, der die gesamte Medien- und Unterhaltungsbranche erfasst hat: Traditionelle Erlösquellen wie das lineare Fernsehen und das Kinogeschäft verlieren an Bedeutung, während der Aufbau profitabler Streaming-Plattformen Zeit und erhebliche Investitionen erfordert. Unternehmen wie Disney stehen vor der Herausforderung, diesen Übergang zu finanzieren – und greifen dabei zunehmend auf Stellenabbau als Instrument zurück.

