Dividenden-ETF im Test: VanEck schlägt klassische Konkurrenz
Während die meisten Dividenden-ETFs hinter breiten Marktindizes zurückbleiben, überzeugt der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders mit 190 Prozent Gewinn seit 2016. Das Erfolgsrezept: Qualität statt hohe Rendite.

**Dividenden-ETFs enttäuschen oft
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Dividenden-ETFs versprechen stabile Erträge durch Aktien starker Dividendenzahler. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die meisten dieser Indexfonds bleiben deutlich hinter breiten Marktindizes zurück. Der Deka DAXplus Maximum Dividend ETF etwa legte in zehn Jahren nur 26 Prozent zu – der DAX selbst kletterte um 140 Prozent.
"Auch der MDax hat mehr als 50 Prozent zugelegt, der TecDAX sich sogar verdoppelt", erklärt Christian W. Röhl, Chefökonom bei Scalable Capital. Das Problem: Klassische Dividenden-ETFs setzen auf hohe Dividendenrenditen, die oft ein Warnsignal für schwächelnde Aktienkurse sind.
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VanEck-ETF mit überlegener Strategie
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Eine Ausnahme bildet der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF. Seit seiner Auflage im Mai 2016 erzielte er beeindruckende 190 Prozent Wertzuwachs inklusive Ausschüttungen. Damit liegt er nur knapp hinter dem MSCI World mit 200 Prozent Plus.
Der Erfolg basiert auf strengeren Auswahlkriterien: Unternehmen müssen in den vergangenen zwölf Monaten eine Dividende gezahlt haben, dürfen diese seit fünf Jahren nicht gekürzt haben und maximal 75 Prozent des Gewinns ausschütten. Diese Fokussierung auf Stabilität statt Rendite zahlt sich aus.
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Klumpenrisiken clever vermieden
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Viele Dividenden-ETFs leiden unter Branchenkonzentration. Finanzwerte, Versorger und Energieunternehmen dominieren oft die Portfolios – mit fatalen Folgen in Krisen. In der Finanzkrise 2008/2009 brachen entsprechende ETFs massiv ein.
Der VanEck-ETF setzt dagegen auf strikte Diversifikation: Keine Einzelaktie darf mehr als fünf Prozent ausmachen, kein Sektor über 40 Prozent. Ende 2025 flogen beim Rebalancing 32 Positionen raus, darunter sechs Finanzwerte. Der Finanzsektor-Anteil sank von 42 auf 32 Prozent.
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Nach der jüngsten Anpassung zeigt sich eine ausgewogene Branchenverteilung: Der Energiesektor kommt auf 16,6 Prozent, Gesundheit auf 15 Prozent und Basiskonsum auf 11 Prozent. Diese Diversifikation schützt vor sektorspezifischen Einbrüchen.
Die Strategie macht deutlich: Bei Dividenden-ETFs zählt nicht die Höhe der Ausschüttung, sondern deren Nachhaltigkeit. Anleger sollten auf Qualitätskriterien wie Dividendenkontinuität und moderate Ausschüttungsquoten achten. Der VanEck-ETF beweist, dass dieser Ansatz langfristig überlegen ist.


