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Dollar auf Talfahrt: Trump-Grönland-Drohungen belasten

Der US-Dollar notiert nahe Mehrwochentiefs, nachdem Präsident Trump seine Ansprüche auf Grönland bekräftigte. Vor seiner Rede in Davos wächst die Unsicherheit an den Devisenmärkten.

Dollar auf Talfahrt: Trump-Grönland-Drohungen belasten

Der US-Dollar steht weiterhin unter Druck und notierte am Mittwoch nahe seinen jüngsten Tiefstständen. Der Dollar Index, der den Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, fiel um 0,1 Prozent auf 98,40 Punkte. Dies folgt auf einen nächtlichen Rückgang von 0,8 Prozent – die schwächste Tagesperformance seit sechs Wochen.

Trump erneuert Grönland-Forderungen

Der Hauptgrund für die Dollar-Schwäche sind die erneuten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland. Das halbautonome Territorium, das zu Dänemark gehört, sei für die nationale Sicherheit der USA unverzichtbar, so Trump. "Wir brauchen es für Sicherheitszwecke. Wir brauchen es für die nationale Sicherheit", erklärte der Präsident.

Auf die Frage, wie weit er für den Erwerb Grönlands zu gehen bereit sei, blieb Trump kryptisch: "Das werden Sie herausfinden." Die Märkte reagierten nervös auf diese Ungewissheit. Trump wird im Laufe des Tages beim Weltwirtschaftsforum in Davos sprechen, wo eine weitere Eskalation befürchtet wird.

Hoffnung auf Deeskalation in Davos

"Grönland wird heute das dominierende Thema sein, und es könnte Raum für eine Deeskalation geben, was dem Dollar etwas Unterstützung bieten würde", kommentierten ING-Analysten. Trump trifft in Davos EU-Führungspersönlichkeiten, und persönliche Gespräche hätten in der Vergangenheit oft zur Entspannung beigetragen.

Britisches Pfund profitiert von Inflationsdaten

Das britische Pfund legte um 0,1 Prozent auf 1,3442 Dollar zu. Die britische Verbraucherinflation stieg im Dezember stärker als erwartet auf 3,4 Prozent nach 3,2 Prozent im November. Analysten hatten nur 3,3 Prozent prognostiziert. Die Bank of England hatte im Dezember die Zinsen um 25 Basispunkte gesenkt, dürfte aber im Februar pausieren.

Euro gibt nach Höchststand nach

Der Euro gab um 0,1 Prozent auf 1,1709 Dollar nach, nachdem er in der Vorsitzung ein Drei-Wochen-Hoch erreicht hatte. ING-Analysten erwarten, dass EUR/USD unter 1,170 bleiben sollte, "es sei denn, die Anleihevolatilität steigt erneut stark an".

Japanischer Anleihenmarkt unter Druck

Der Yen stabilisierte sich bei 157,84 je Dollar, nachdem ein brutaler Ausverkauf bei japanischen Staatsanleihen die Märkte erschüttert hatte. Die Renditen 40-jähriger Anleihen stiegen auf Rekordhöhen. Investoren sorgen sich über die ausgabenfreudige Agenda von Premierministerin Sanae Takaichi, die vorgezogene Neuwahlen für den 8. Februar angesetzt hat.

Asiatische Währungen stabil

Der chinesische Yuan zeigte sich weitgehend unbeeindruckt bei 6,9653 je Dollar, nachdem die People's Bank of China ihre Leitzinsen unverändert gelassen hatte. Der australische Dollar legte um 0,3 Prozent auf 0,6752 Dollar zu, der neuseeländische Dollar stieg ebenfalls um 0,3 Prozent auf 0,5847 Dollar.

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