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Dollar gewinnt vor EZB-Sitzung – Asiatische Währungen unter Druck

Europäische Zentralbanken im Fokus – Yen schwach vor japanischen Wahlen, Yuan bleibt stark

Dollar gewinnt vor EZB-Sitzung – Asiatische Währungen unter Druck

Die meisten asiatischen Währungen gaben am Donnerstag nach, während sich der US-Dollar in Erwartung wichtiger Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England festigte. Der Dollar-Index legte im asiatischen Handel um 0,1 Prozent zu. Die globale Marktvolatilität hielt Investoren von risikoreichen Währungen fern.

Der japanische Yen zeigte sich besonders schwach. Das Währungspaar USD/JPY stieg um 0,1 Prozent und näherte sich der Marke von 157 Yen. Belastend wirken die bevorstehenden Unterhauswahlen am Wochenende, bei denen Premierministerin Sanae Takaichi voraussichtlich eine größere Mehrheit gewinnen wird. Dies könnte höhere Staatsausgaben nach sich ziehen und Japans bereits angespannte Haushaltslage weiter belasten.

Der chinesische Yuan hingegen hielt sich auf seinem stärksten Niveau seit fast drei Jahren. Das Paar USD/CNY notiert komfortabel unter der psychologisch wichtigen Marke von 7 Yuan, gestützt durch starke Referenzkurse der chinesischen Zentralbank.

Australischer Dollar gibt nach Gewinnen nach

Der australische Dollar fiel um 0,3 Prozent und rutschte wieder unter die Marke von 0,70 US-Dollar. Zuvor hatte die Währung zwei Tage lang von der restriktiven Haltung der Reserve Bank of Australia profitiert. Der südkoreanische Won und der Singapur-Dollar gaben ebenfalls leicht nach.

Die indische Rupie stabilisierte sich bei 90,4 Rupien pro Dollar. Für Freitag wird eine Zinsentscheidung der Reserve Bank of India erwartet, die den Leitzins angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten voraussichtlich bei 5,25 Prozent belassen wird. Das kürzlich geschlossene Handelsabkommen zwischen Indien und den USA hatte die Rupie zuvor gestützt.

Fed-Nominierung stützt Greenback

Der Dollar setzt seine Erholung von einem Vierjahrestief fort. Investoren bewerten Kevin Warsh, Präsident Trumps Kandidat für den Fed-Vorsitz, als weniger expansiv als zunächst angenommen. Obwohl Warsh niedrigere Zinsen befürwortet, kritisierte er das Anleihekaufprogramm der Fed – ein Signal für möglicherweise straffere langfristige Geldpolitik.

Die Märkte richten ihren Blick bereits auf die US-Arbeitsmarktdaten für Januar, deren Veröffentlichung wegen eines Regierungsstillstands auf den 11. Februar verschoben wurde. Von der EZB und der Bank of England werden heute keine Zinsänderungen erwartet, beide Zentralbanken dürften angesichts der Marktturbulenzen vorsichtig agieren.

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