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Dollar profitiert von Friedensgesprächen – Neuseeland-Dollar bricht ein

Geopolitische Risiken und geldpolitische Signale bewegen die Devisenmärkte am Mittwoch.

Dollar profitiert von Friedensgesprächen – Neuseeland-Dollar bricht ein

Der US-Dollar zeigt sich am Mittwoch auf breiter Front fester und profitiert von der anhaltenden Unsicherheit an den Märkten. Anleger warten gespannt auf das Protokoll der jüngsten Federal Reserve-Sitzung, um Hinweise auf den künftigen Zinspfad zu erhalten. Gleichzeitig halten geopolitische Entwicklungen die Märkte in Atem.

Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber einem Währungskorb misst, legte um 0,1 Prozent auf 97,23 Punkte zu. Der Euro gab leicht nach und notierte bei 1,1842 Dollar. Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG, spricht von einer gewissen Abwartehaltung: "Wir sehen eine gewisse Dollarstärke im Zusammenhang mit dem FOMC-Protokoll und vielleicht nur dem Glattstellen einiger Short-Positionen."

Der japanische Yen verlor 0,2 Prozent auf 153,56 pro Dollar. Belastend wirkte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wonach Japan drei Projekte im Wert von 36 Milliarden Dollar in den USA finanzieren wird. Dies ist der erste Teil eines Gesamtpakets von rund 550 Milliarden Dollar, mit dem Tokio US-Zölle senken will.

Friedensgespräche zeigen erste Fortschritte

An den Devisenmärkten sorgen vor allem die laufenden Friedensgespräche für Bewegung. Iran und die USA erzielten in Genf eine Einigung über wichtige "Leitprinzipien" in ihrem Atomstreit, wie der iranische Außenminister Abbas Araqchi mitteilte. Parallel dazu laufen in der Schweiz von den USA vermittelte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zur Beendigung des vierjährigen Konflikts.

"Eine schwächere Risikostimmung aufgrund von Sorgen über erneute geopolitische Spannungen stützte den USD kurzzeitig", erklärt Samara Hammoud, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia. Die Fortschritte in den Iran-Verhandlungen hätten jedoch geholfen, diese Sorgen zu zerstreuen.

RBNZ belastet Neuseeland-Dollar massiv

Der größte Verlierer des Tages ist der Neuseeland-Dollar, der um 0,8 Prozent auf 0,5996 Dollar einbrach. Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ließ ihren Leitzins bei 2,25 Prozent unverändert und signalisierte, dass die Geldpolitik akkommodierend bleiben müsse, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Dies war die erste Sitzung unter der neuen Gouverneurin Anna Breman.

Der Australische Dollar schwächte sich ebenfalls ab und verlor 0,3 Prozent auf 0,7065 Dollar. Das britische Pfund notierte bei 1,3554 Dollar, nachdem es am Vortag bereits 0,5 Prozent eingebüßt hatte. Belastend wirkten Arbeitsmarktdaten, die eine auf ein Fünfjahreshoch gestiegene Arbeitslosigkeit zeigten.

Fed-Protokoll und Wirtschaftsdaten im Fokus

Die Märkte richten ihren Blick nun auf das Protokoll der Januar-Sitzung der Federal Reserve, das im Laufe des Mittwochs veröffentlicht wird. Zudem stehen wichtige US-Wirtschaftsdaten an: Das Handelsministerium legt Zahlen zu den langlebigen Wirtschaftsgütern für Dezember vor, am Freitag folgt eine erste Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals.

Austan Goolsbee, Präsident der Chicago Fed, ließ am Dienstag durchblicken, dass die Zentralbank in diesem Jahr je nach Inflationsentwicklung "einige weitere" Zinssenkungen genehmigen könnte. Diese Aussage sorgt für Spekulationen über den weiteren geldpolitischen Kurs.

Bei den Kryptowährungen zeigte sich Bitcoin mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 67.610 Dollar weitgehend stabil. Ethereum verlor 0,2 Prozent auf 1.996 Dollar.

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